Museen
Das Museum in der Zamkowa-Straße 10 hat in der polnischen Museumslandschaft kein direktes Gegenstück: Neben Archäologie, Geschichte und Ethnografie sammelt es Erinnerungsstücke an Pfarrer Jan Dzierżon (1811–1906), den Begründer der modernen Bienenzucht, geboren in Łowkowice im Kluczborker Land. Eröffnet 1959 als Zweigstelle des Museums des Oppelner Schlesiens, ist es seit 1962 ein regionalhistorisches Museum.
Der Sitz selbst ist ein Denkmal. Das Gebäude steht auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg an der Stadtmauer: Ende des 13. Jahrhunderts wirkte hier ein Herzogshof, im 14. Jahrhundert zur Burg aus Stein umgebaut, gegen Ende des 17. Jahrhunderts verfiel sie. Der benachbarte Turm, 1907 zum Wasserturm mit zweistufigem Zeltdach umgebaut, wird fälschlich „Krakauer Tor“ genannt — als Torbau diente er nie.
Die Bienenzucht-Ausstellung zeigt Klotz-, Stroh- und Figurenbeuten sowie traditionelle Geräte aus Bienenständen ganz Polens. Das Aushängeschild ist der Pavillon vor dem Gebäude mit zeitgenössischen Figurenbeuten von Volkskünstlern und Laienbildhauern. Kostbarstes Objekt ist der Oder-Zeugbaum — ein geschwärztes Stück eines von Wildbienen besiedelten Baumes, gehoben aus dem Bett der Oder und auf das 10. Jahrhundert datiert.
Neben den Dauerausstellungen sehen Sie Ausstellungen zur Geschichte des Kluczborker Landes und zur Kunst regionaler Künstler. Kluczbork mit rund 22.000 Einwohnern liegt im Norden der Woiwodschaft Opole; die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie unter muzeum.kluczbork.pl.
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