Festungen
Byczyna gehört zu den wenigen polnischen Städten, deren mittelalterliche Befestigungen fast vollständig erhalten sind. Ein Ring aus Ziegel- und Bruchsteinmauern, teils aus Feldsteinen, umschließt die Altstadt oval auf über 900 Metern — entlang der Straßen Okrężna, Wałowa, Zamoyskiego, Floriańska und Błonie.
Die ersten Mauern entstanden Mitte des 13. Jahrhunderts als Ring aus Steinmauer mit vorgelagertem trockenem Graben; im Norden schützten Sümpfe die Stadt. Mitte des 14. Jahrhunderts wurden die Mauern mit einem Ziegelanteil erhöht — sie erreichten damals außen 5,5–7 m bei einer Dicke von 1,3–1,7 m. Ein erhaltenes Stück des Grabens geht heute in den Stadtpark im Norden von Byczyna über; seine heutige Form erhielt er 1940, seit Jahren werden dort Forellen gezüchtet.
Den Ring schließen zwei Tortürme aus dem 15. Jahrhundert. Das Deutsche Tor (Westtor) an der Okrężna-Straße ist bis zur Höhe der Mauern aus Bruchstein gemauert, darüber aus Ziegeln; den heutigen spitzbogigen Durchbruch brach man Ende des 19. Jahrhunderts in das Erdgeschoss. Das Polnische Tor (Osttor) an der Zamoyskiego-Straße ging als Ort der Kapitulation von Erzherzog Maximilian von Habsburg in die Geschichte ein, der 1588 in der Schlacht bei Byczyna von den Truppen Jan Zamoyskis geschlagen wurde. Den Südabschnitt verstärkte man im 16. Jahrhundert mit dem Sandbastion mit zahlreichen Schießscharten.
Die Mauern sind rund um die Uhr frei zugänglich; am schönsten ist ein vollständiger Rundgang um die Altstadt. In der Nähe: Gród Byczyna (5 km) und die Denkmäler von Wieluń (27 km).
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