Kirchen & Klöster
An der Okrężna-Straße innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer von Byczyna steht die gotische Nikolaikirche aus dem späten 14. Jahrhundert. Heute ist sie die Filialkirche der evangelisch-augsburgischen Pfarrei in Wołczyn, und ihre stattliche Silhouette steht neben dem Rathaus und den Toren der Altstadt.
Bis ins 18. Jahrhundert diente der Platz um die Kirche als Friedhof, umgeben von einer niedrigen Mauer. Archäologische Untersuchungen stießen auf ihre Spuren, und 2010 wurde die Mauer rekonstruiert. Das Gotteshaus wurde zweimal grundlegend erneuert: 1790–1791 sowie 1886–1888, als es neugotische Züge erhielt.
Das Innere bewahrt zahlreiche Kunstwerke. Am wertvollsten ist das hölzerne gotische Kruzifix von 1530 aus der sogenannten Krakauer Schule, vermutlich ein Werk von Schülern des Veit Stoß. Ein Renaissance-Votivbild des Albrecht Opali zeigt die Taufe Christi im Jordan. Beachtenswert sind auch die Epitaphe und Gruftkammern — unter anderem des Herzogs von Württemberg und der Familie Frankenberg.
Die Kirche liegt nur wenige Schritte vom Marktplatz, sodass sich der Besuch gut mit einem Rundgang entlang der Stadtmauer, des Polnischen und des Deutschen Tores verbinden lässt. Für das Innere reicht eine Viertelstunde.
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