Kirchen & Klöster
An der Straße Senatorska 22 steht die wichtigste Kirche der Stadt — die Kirche Mariä Himmelfahrt, die zur Erzdiözese Tschenstochau gehört und heute als Marienheiligtum dient. Die Geschichte der Pfarrei reicht bis ins Spätmittelalter zurück: Die erste Erwähnung einer Holzkirche stammt aus dem Jahr 1392, als König Władysław II Jagiełło Praszka das Privileg zum Bau von Stadt und Kirche verlieh.
Die Holzkirche diente den Gläubigen fast fünf Jahrhunderte — 1720 erhielt sie eine gemauerte Sakristei, abgebrochen wurde sie erst 1871. Schon 1872 begann der Bau der heutigen Kirche nach einem Entwurf von Anzelm Dobromir Krysiński; die ersten Gottesdienste fanden am ersten Adventssonntag 1873 statt, die Konsekration vollzog am 2. Juni 1884 Bischof Aleksander Kazimierz Bereśniewicz. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bekam die Kirche zwei durch Arkaden verbundene Seitenschiffe sowie erhöhte Türme mit Kuppelabschlüssen.
Im Zweiten Weltkrieg nutzte der Besatzer die Kirche als Lager und beraubte sie der liturgischen Gegenstände; der hiesige Kaplan Leon Poprawa kam ins KZ Dachau. Nach dem Krieg dauerte die Instandsetzung Jahre; 1996–1998 erneuerte man das Innere und die 1952–1953 gemalten Fresken von Aleksander Trojkowicz. In einer Seitenkapelle wird das Bild der Muttergottes, Königin des Heiligen Rosenkranzes, aus der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert verehrt — ihm verdankt die Kirche den Rang eines Heiligtums. Hier werden auch Reliquien des Heiligen Valentin aufbewahrt.
Unweit der Kirche steht eine historische Dampflokomotive mit Wagen — ein Denkmal der örtlichen Schmalspurbahn, die bis 1987 Personenverkehr betrieb.
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