Kirchen & Klöster
Byczyna, Oppeln
Am westlichen Ende des Dorfes Biskupice (deutsch Bischdorf), auf der Nordseite der Straße, steht eine dunkle, verbretterte Kirche mit einem hohen Turm in Ständerbauweise. Den Namen des Zimmermanns, der sie errichtete, und die Namen der Stifter kann man bis heute auf dem Triumphbalken lesen – ein seltener Fall, in dem eine Holzkirche ihre Entstehung selbst „signiert“ hat.
Laut der Inschrift auf dem Triumphbalken errichtete Zimmermann Hans Hase die heutige Kirche St. Johannes der Täufer 1626, gestiftet von Siegmund von Heydebrandt und Georg von Prittwitz-Gaffron. Sie ersetzte einen älteren Bau, der 1588 zerstört worden war. Die Kirche war evangelisch und blieb bis 1945 in evangelischer Hand; heute gehört sie der römisch-katholischen Pfarrei St. Johannes der Täufer in Biskupice (Dekanat Wołczyn, Bistum Kalisz). Die Familie von Heydebrandt besaß das Dorf vom frühen 16. Jahrhundert bis 1714.
Die Kirche ist auf rechteckigem Grundriss in Blockbauweise errichtet, geostet und einschiffig, mit verbretterten Außenwänden und Schindeldach. 1777 kam im Westen ein quadratischer, dreigeschossiger Turm in Ständerbauweise mit Zeltdach hinzu. Die Vorhalle ist in Bohlenständerbauweise ausgeführt, ihr Baujahr ist jedoch unbekannt. 1784 entstanden die Orgelempore und eine Empore über der Vorhalle.
Das Innere hat sich im 20. Jahrhundert stark verändert. In den 1930er-Jahren wurden Schiff und Chor erneuert sowie Decken, Wände und Dachstuhl verstärkt. Bei einer Renovierung 1985 verkleidete man die Wände mit Paneelen, wodurch die Holzbalken und Reste der Wandmalerei verdeckt wurden, und entfernte eine steinerne Grabplatte aus dem Chor. Nach Angaben der Gemeinde Byczyna ist der Großteil der wertvollen historischen Ausstattung nicht erhalten – in Biskupice beeindruckt daher vor allem der Bau selbst mit seiner Zimmermannsarbeit, weniger ein reiches Inneres.
Die Kirche liegt an der Route der Holzkirchen rund um Byczyna (Pitschen). Für die Besichtigung von außen genügen 15–20 Minuten; feste Öffnungszeiten für das Innere gibt es nicht, fragen Sie daher in der Pfarrei nach. Im Dorf sind außerdem ein klassizistisches Gutshaus von etwa 1800 mit der Stiftertafel von Georg von Paczensky im Giebelfeld und ein jüdischer Friedhof aus dem 19. Jahrhundert zu sehen. Im nahen Byczyna ist die Stadtmauer mit dem Polnischen, dem Deutschen und dem Sandturm erhalten.
Brak potwierdzonych stałych godzin udostępniania wnętrza; możliwość zwiedzania ustal z parafią przed wizytą.
Brak biletu wstępu; kościół jest czynnym obiektem kultu.
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