Museen
Posen, Großpolen
In einem langen Backsteinkorridor einer ehemaligen preußischen Festung, versteckt im Grün des Posener Zitadellenparks, wird die Geschichte einer Armee und einer Schlacht erzählt. Das Museum der Armee „Poznań“ folgt den Soldaten von General Tadeusz Kutrzeba von der Mobilmachung 1939 bis zur Schlacht an der Bzura – der größten und blutigsten Operation des Septemberfeldzugs gegen den deutschen Überfall. Dienstags ist der Eintritt frei.
Das Museum liegt in einem Kasemattengang, der heute Mała Śluza (Kleine Schleuse) heißt. Ursprünglich war er die Westliche Estakade des Forts Winiary, eines Werks der polygonalen Festung Posen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Gang verband Fort Winiary mit einem Fort am Ende der Kleinen Schleuse.
Die Erinnerung an die Armee „Poznań“ begann hier mit Gedenktafeln. 1974 wurde auf Initiative von Veteranen an der Konterescarpenmauer die erste von vierzehn Tafeln für die einzelnen Einheiten enthüllt. 1979–1982 wurde der Gang für Ausstellungszwecke umgebaut, am 31. August 1982 öffnete die Dauerausstellung. Heute ist das Museum eine Abteilung des Großpolnischen Unabhängigkeitsmuseums.
Die Dauerausstellung „Treu dem Eid“ zeichnet den Kampfweg der Armee „Poznań“ nach, dessen Höhepunkt die Schlacht an der Bzura war. Der Gegenangriff, mit dem sie begann, startete am 9. September 1939 in Richtung Stryków. Die Vitrinen zeigen Archivfotos, Erinnerungen, Zeitungen, Karten, Waffen und Uniformen. Achten Sie besonders auf das Panzerabwehrgewehr wz. 35 „Ur“, die Pistole „Vis“, einen 81-mm-Mörser und das Rohr einer Bofors-Flugabwehrkanone. Der Titel der Ausstellung stammt aus den Kriegserinnerungen von Rittmeister Zbigniew Szacherski vom 7. Berittenen Schützenregiment. Von 2010 bis 2013 war das Museum wegen undichter Wände und Dächer geschlossen. Planen Sie 45–60 Minuten ein.
Laut Website des Museums (Stand Oktober 2026):
Die aktuellen Ticketpreise für die übrigen Tage finden Sie auf der Website des Großpolnischen Unabhängigkeitsmuseums. Bei großen Veranstaltungen im Zitadellenpark bleibt das Museum gelegentlich geschlossen.
Adresse: al. Armii Poznań, Park Cytadela – Mała Śluza. Die nächsten Straßenbahnhaltestellen sind Murawa und Pasieka. Einen eigenen Parkplatz gibt es nicht; ein kostenloser Parkplatz liegt in der Nähe des Parks, dazu kommen kostenpflichtige Plätze. Der Eingang ist barrierefrei.
Kommen Sie an einem Dienstag – Sie sparen den Eintritt, und unter der Woche ist es ruhiger. Verbinden Sie den Besuch mit einem Spaziergang durch den Zitadellenpark, in dem sich auch eine weitere Abteilung desselben Museums befindet, das Waffenmuseum. Gehen Sie vorher an der Mauer mit den vierzehn Einheitstafeln entlang – so lässt sich der Weg der Armee in der Ausstellung leichter verfolgen.
Zeiten gültig bis 31. Oktober 2026
III–X: wt–sob 10:00–17:00, nd 10:00–16:00; XI–II: wt–nd 10:00–16:00; poniedziałki nieczynne, wtorki wstęp bezpłatny.
Normalny 10 zł, ulgowy 6 zł, we wtorki wstęp wolny; bilet łączony z Muzeum Uzbrojenia 20/12 zł.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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