Museen
Krakau, Kleinpolen
Das MOCAK – Museum für zeitgenössische Kunst in Krakau (Kraków) ist die wichtigste Adresse der Stadt für Kunst der letzten Jahrzehnte. Es liegt im früheren Industrieviertel Zabłocie im Stadtteil Podgórze, auf dem Gelände der ehemaligen Emaillewarenfabrik von Oskar Schindler. In einem Bau aus Sichtbeton und Glas, der an alte Fabrikhallen anschließt, zeigt das Museum seine eigene Sammlung und wechselnde Ausstellungen – ideal kombinierbar mit dem Besuch von Schindlers Fabrik nebenan.
Gegründet wurde das MOCAK am 1. Februar 2010, eröffnet am 19. Mai 2011. Den Bau entwarf das Büro des italienischen Architekten Claudio Nardi, der 2007 den Wettbewerb gewann. Der Neubau wurde an die erhaltenen Fabrikhallen in der ul. Lipowa angefügt; die fensterlose Betonwand mit dem Schriftzug MOCAK ist heute ein Wahrzeichen des Viertels. Der Komplex umfasst rund 10.000 m², davon fast 4.000 m² Ausstellungsfläche; die Baukosten lagen bei über 70 Millionen Złoty, großteils aus EU-Mitteln.
Im Mittelpunkt steht Kunst der letzten zwei Jahrzehnte, eingeordnet in den Kontext der Nachkriegsavantgarde und der Konzeptkunst. Die Sammlung MOCAK umfasst Werke von mehr als 200 Künstlerinnen und Künstlern, darunter Marina Abramović, Paweł Althamer, Zofia Kulik und Krzysztof Wodiczko. Dazu kommen jedes Jahr mehrere Wechselausstellungen – das aktuelle Programm findest du auf mocak.pl. Im Haus gibt es außerdem eine Bibliothek, eine Kunstbuchhandlung und ein Café. Plane 1,5 bis 2 Stunden ein.
Für alle, die zeitgenössische Kunst mögen: auf jeden Fall. Das MOCAK ist ein spannender Kontrast zu Krakaus mittelalterlicher Altstadt und den Gedenkorten des Zweiten Weltkriegs. Da alles überdacht ist, passt es gut zu einem Regen- oder Wintertag. Laut Museum ist das Gebäude vollständig barrierefrei; an der Rezeption kannst du einen Rollstuhl ausleihen, ein Wickelraum ist vorhanden. Kinder unter 7 Jahren haben in Begleitung freien Eintritt.
Stand: Oktober 2026 (mocak.pl):
Das MOCAK liegt in der ul. Lipowa 4, etwa 3 km vom Hauptmarkt entfernt und rund 10 Minuten zu Fuß vom Platz der Ghettohelden. Die bequemste Straßenbahnhaltestelle ist „Plac Bohaterów Getta“, von dort sind es wenige Gehminuten. Mit dem Auto sind es von Berlin rund 600 km, von Dresden über Görlitz und die A4 gut 500 km. Einen eigenen Parkplatz hat das Museum nicht; in der Umgebung gilt gebührenpflichtiges Parken, und in die ul. Lipowa dürfen keine Busse über 3,5 t einfahren.
Direkt nebenan liegt Schindlers Emaillewarenfabrik, heute eine Filiale des Museums Krakau mit einer Ausstellung über die Stadt unter deutscher Besatzung. Wenige Minuten entfernt findest du die Apotheke „Unter dem Adler“ am Platz der Ghettohelden; über die Bernatek-Brücke gelangst du nach Kazimierz.
Wt.–nd. 11:00–19:00 (kasa do 18:30), pon. nieczynne; brak osobnego grafiku zimowego na stronie.
Normalny 30 zł, ulgowy 20 zł (15 zł w okresie zmiany ekspozycji), rodzinny 65 zł; z biletem z Fabryki Schindlera 15 zł; w czwartki wystawa Kolekcji MOCAK bezpłatnie.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026