Denkmäler
Der Remuh-Friedhof, polnisch Cmentarz Remu genannt, ist ein jüdischer Friedhof in der Szeroka-Straße 40 im Krakauer Stadtteil Kazimierz. Die ersten Bestattungen stammen aus dem Jahr 1551, der älteste erhaltene Grabstein aus dem Jahr 1552. Die österreichischen Behörden schlossen ihn 1800; der jüngste erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1850.
Der wichtigste Erinnerungsort ist das Grab von Moses Isserles, bekannt als Remuh oder Rema, der 1572 starb. Als Krakauer Rabbiner und Leiter einer Jeschiwa gehörte er zu den bedeutendsten Autoritäten des aschkenasischen Judentums. Die benachbarte Remuh-Synagoge, die von Isserles’ Vater gestiftet wurde, ist bis heute ein Gebetshaus.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Friedhof fast vollständig zerstört. Bei Arbeiten im Jahr 1959 wurden etwa 700 unter der Erde verborgene Grabsteine entdeckt; heute sind rund 711 Grabmale und Mazewot auf dem Gelände aufgestellt. Beschädigte Fragmente wurden in die Mauer an der Szeroka-Straße eingesetzt, die im Volksmund als Klagemauer bezeichnet wird.
Der Eingang liegt neben der Remuh-Synagoge in der Szeroka-Straße 40. Nach den aktuellen Angaben der Jüdischen Gemeinde in Krakau ist der Friedhof im Sommer sonntags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr und im Winter von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet; samstags und an jüdischen Feiertagen bleibt er geschlossen. Dies ist ein Ort des Gebets und des Gedenkens: Bitte leise sein und Mazewot nicht berühren. Gut mit der Remuh-Synagoge kombinierbar.
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