Natur
Mitten im Wald zwischen Kalety-Miotek und dem Stadtzentrum, etwa auf halbem Weg der Straße Paderewskiego, liegt eine Wiese, die sich im Juni in einen blau-violetten Teppich verwandelt. Dann blüht hier die Sibirische Schwertlilie — eine Art, die in Polen unter strengem Schutz steht, landesweit als gefährdet und in der Region als vom Aussterben bedroht eingestuft ist.
Die Pfeifengraswiese von Kalety ist eines der größeren Vorkommen der Schwertlilie in der Woiwodschaft Schlesien und das größte auf den Flächen der Staatsforsten innerhalb der Woiwodschaft. Die Bedeutung des Ortes wurde 2004 gewürdigt, als die Wiese zum ökologischen Nutzgebiet erklärt wurde. Neben der Schwertlilie wachsen hier weitere seltene Pflanzen: Schmalblättriger Enzian, Dachzypergras-Siegwurz, Breitblättrige Fingerwurz und Gelbe Wiesenraute.
Eine Waldstraße führt zur Wiese; das Auto kann dort stehen bleiben, dann geht man einige Hundert Meter zu Fuß. Das Gelände ist versumpft, stellenweise verläuft ein überfluteter Graben, daher sind Gummistiefel empfehlenswert. An der Tafel mit der Beschreibung des Gebiets steht ein Picknickunterstand. Nach dem Spaziergang sollte man die Kleidung gründlich kontrollieren — in der Saison trifft man auf Zecken.
Der Eintritt ist frei, der Ort ist ganzjährig zugänglich — am schönsten ist er jedoch im Juni, zur Blütezeit der Schwertlilien. Die Wiese liegt nahe der Route „Pętla kuczowska" und lässt sich gut mit einer längeren Wanderung durch die Kaletyer Wälder verbinden.
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