Kirchen & Klöster
An der Straße Świętej Trójcy in Koszęcin bei Lubliniec steht die Holzkirche der Heiligen Dreifaltigkeit von 1724, errichtet an der Stelle eines älteren Gotteshauses von 1568. Der geostete Holzbau in Blockbauweise auf einem Fundament aus Stein und Ziegel ist von offenen Soboty umgeben — den überdachten Umgängen, die für schlesische Holzkirchen typisch sind.
Die Geschichte dieses Ortes reicht weit zurück. Der Überlieferung nach stand die erste kleine Kirche an einer Eiche, an der die Tochter eines Müllers mehrmals drei Kinder sah, die um den Bau einer Kirche baten — sie verkörperten die Heilige Dreifaltigkeit. Der Stamm dieser Eiche steht noch heute neben dem Presbyterium, und in einer gemauerten Kapelle an der Kirchenmauer fließt noch immer die auf alten Gemälden erwähnte Wunderquelle.
Das Innere bewahrt vor allem die Ausstattung aus der Bauzeit, wenn auch ältere Elemente erhalten sind. Haupt- und Seitenaltar schmücken Figuren vom Triptychonaltar der Vorgängerkirche — die meisten übrigen Skulpturen gelangten nach Diebstählen in das Erzmusem in Katowice. Besonders wertvoll sind Gemälde aus dem 16. und 18. Jahrhundert; eines davon zeigt die Legende des Ortes in acht Feldern.
Die Kirche liegt am Holzarchitekturpfad der Woiwodschaft Schlesien; wenige Kilometer weiter führt derselbe Pfad u. a. zur Kirche in Sadów. Das Innere besichtigen Sie nach telefonischer Absprache mit der Pfarrei — feste Öffnungszeiten gibt es nicht. Die Fahrt von Lubliniec dauert gut zehn Minuten, Parkplätze finden Sie an der Straße.
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