Paläste
Spätklassizistische Residenz im Powiat Lubliniec, seit 1953 Sitz des Ensembles für Gesang und Tanz „Śląsk” unter Stanisław Hadyna. Die Geschichte des Ortes reicht bis ins Mittelalter zurück; seine heutige Gestalt verdankt der Palast dem Umbau von 1829.
Die erste Erwähnung von Koszęcin stammt aus dem Jahr 1275. Die Herren des Dorfes wohnten zunächst in einer hölzernen Burg, die 1603 abbrannte. Zwei Jahre später vollendete Andrzej Kochcicki eine gemauerte Wehranlage mit Turm und Schlosskapelle — der ersten gemauerten Kirche des Ortes —, umgeben von einer Mauer. 1629 beschlagnahmten die Habsburger das Schloss wegen der Beteiligung an einem Aufstand, und der Besitz wechselte mehrfach die Besitzer. Ende des 17. Jahrhunderts soll hier dem Bericht zufolge König Jan III. Sobieski gastiert haben; seine Frau Marysieńka soll Rast gehalten haben, als der König nach Wien aufbrach.
Von 1805 bis 1945 gehörte der Palast dem Herzogshaus Hohenlohe-Ingelfingen. 1829 begann Ludwik Filip von Hohenlohe den spätklassizistischen Umbau, der das heutige Gebäude prägte; aus dieser Zeit stammen Wandmalereien, die Ausstattung der Säle und Epitaphe in der Schlosskapelle.
Seit 1953 beherbergt der Palast das Ensemble für Gesang und Tanz „Śląsk”. In den Sälen finden Proben, Konzerte und Feiern statt, auf dem Hof steht das Denkmal für Stanisław Hadyna mit Pfeife und den Noten der Helokanie. Um den Palast erstreckt sich ein Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert mit Teich, Linden, Buchen und Eichen sowie exotischen Gewächsen wie Weymouth-Kiefer, Platanen und Kanadischer Hemlockstanne.
Besichtigungen des Inneren sind eingeschränkt möglich; die aktuellen Regelungen finden Sie auf der Website des Ensembles.
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