Denkmäler
Die hölzerne Martinskirche in Cieszowa, 1751 in der Landschaft um Lubliniec erbaut, gehört zum Holzarchitekturpfad der Woiwodschaft Schlesien. Der nach Osten ausgerichtete Blockbau hat einen ständigen Turm mit achteckigem Helm und Laterne, umgeben von offenen Soboty — den historischen überdachten Galerien für Schutzsuchende und Pilger.
Der Ort hat eine ältere Geschichte, als das Gebäude vermuten lässt: Eine Martinskapelle wurde 1679 erwähnt und soll bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen; von 1598 an stand hier eine protestantische Holzkirche. Am bemerkenswertesten ist, dass der Baumeister der Kirche von 1751 zur selben Zeit auch die Synagoge in Cieszowa errichtete — ein Zeugnis eines schlesischen Dorfes, in dem katholische und jüdische Gemeinden jahrhundertelang nebeneinander lebten.
Der dreiseitig geschlossene Chor schmiegt sich an die Sakristei mit Patronatsloge an. Der Hauptaltar ist neugotisch mit einem Bild des hl. Martin, die Seitenaltäre des 18. Jahrhunderts sind barock. Auf der reich geschnitzten Empore steht eine Orgel von 1770, gebaut von Gottfried Wilhelm Scheffler und 1869 von Anton Czopka aus Olesno erweitert. Unter dem Schiff liegt eine Krypta, in der bis 1960 die Überreste der Dorfherrschaft ruhten.
Cieszowa liegt im Kreis Lubliniec an der Straße zwischen Koszęcin und Lubliniec, die Kirche lässt sich also leicht in eine Tour durch die Region einplanen. Das Innere ist außerhalb der Messen zugänglich; in der Nähe stehen weitere Holzkirchen des Pfads, u. a. in Kochanowice und Pawłówko.
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