Burgen
Das Schloss Lubliniec steht fast im Zentrum der Stadt; obwohl seine heutige Gestalt das Ergebnis einer modernen Renovierung ist, reicht seine Geschichte bis an das Ende des 13. Jahrhunderts zurück, als hier eine Wehranlage der Oppelner Herzöge entstand. Heute beherbergt es ein Hotel mit Restaurant und SPA, ist regelmäßig Schauplatz kultureller Veranstaltungen, und seine Bibliothek verwahrt wertvolle Werke von Edith Stein, der Schutzpatronin von Lubliniec.
Die erste Erwähnung des Schlosses stammt aus dem Jahr 1397, als es dem Herzog Władysław Opolczyk gehörte. Nach dem Tod von Jan dem Guten fielen Lubliniec und das Herzogtum an die Habsburger; das Schloss wurde verpachtet, bis es 1587 Jan Kochcicki kaufte, der es schon seit 1576 gepachtet hatte, und es zum Familiensitz umbaute. 1638 hielt sich König Władysław IV. Waza hier kurz auf. 1645 konfiszierten die Habsburger den Besitz der Kochcicki wegen ihrer Unterstützung des Protestantismus; neuer Eigentümer wurde Andrzej Cellari, dessen Geschlecht die Residenz bis 1722 verwaltete. Nach dem großen Stadtbrand von 1650 wurde das Schloss als barocke Residenz wiederaufgebaut. 1655 fand hier die Ikone von Jasna Góra Zuflucht, die vor der Belagerung aus dem Kloster gebracht worden war.
Ende des 19. Jahrhunderts eröffneten die deutschen Behörden hier ein Hospital für Geisteskranke und Behinderte; nach der Rückkehr Lubliniecs an Polen 1922 bestand die psychiatrische Klinik weiter. 2005 erwarb ein privates Unternehmen das Schloss und eröffnete 2010 nach gründlicher Renovierung ein Hotel. Im Sommer 2012 fand hier das erste Ritterpicknick statt, und das Gebäude dient bis heute Touristen und der Stadt.
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