Kirchen & Klöster
Boronów, Schlesien
Am Gitter einer Seitenkapelle hängt ein Kruzifix, von dem man in Boronów sagt, Christus schließe langsam die Augen – und am Tag des Weltuntergangs werde er sie ganz geschlossen haben. Die Kirche Unserer Lieben Frau Königin des Rosenkranzes in Boronów ist eine Holzkirche von 1611 auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes – laut dem schlesischen Tourismusportal die älteste Holzkirche Schlesiens mit dieser Anlage. Sie steht gut ein Dutzend Kilometer östlich von Lubliniec und gehört zur Route der Holzarchitektur der Woiwodschaft Schlesien.
Der Überlieferung nach gab es in Boronów schon im Mittelalter ein erstes Gotteshaus – wohl eher eine Waldkapelle. Die heutige Kirche stiftete 1611 der Dorfherr, Graf Andrzej Dzierżanowski mit dem Wappen Gozdawa; der Turm kam 1616 hinzu. Die erste Glocke stiftete 1638 sein Sohn Aleksander Ernest, eine zweite wurde 1824 aufgehängt. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Kirche mehrfach renoviert. Bis in die 1970er-Jahre schmückte eine reiche Wandmalerei die Wände, die bei einer Renovierung übermalt wurde. Auf der Empore hängt das Wappen der Familie Hohenlohe-Ingelfingen, die Boronów im 19. und frühen 20. Jahrhundert besaß.
Die Kirche ist geostet und in Blockbauweise aus Kiefernholz errichtet. Der kreuzförmige Grundriss umfasst Schiff, dreiseitig geschlossenen Chor und zwei Seitenkapellen: die St.-Anna-Kapelle und die Kapelle der Unbefleckten Empfängnis. Vor der Fassade steht ein etwa 20 Meter hoher Glockenturm mit quadratischem Unterbau, der nach oben ins Achteck übergeht und ein Zeltdach trägt. Die Dächer sind mit Holzschindeln gedeckt, über dem Schiff sitzt ein Dachreiter.
Die St.-Anna-Kapelle trennt ein Eisengitter mit dem Kruzifix vom Schiff. Neben der Geschichte von den sich schließenden Augen erzählt man von einem im nahen Teich ertrunkenen Mädchen, das durch Gebete unter diesem Kreuz wieder zum Leben erwacht sein soll. Dankbare Gemeindemitglieder trugen das Kruzifix auf die Empore, doch der Legende nach kehrte es über Nacht an seinen alten Platz zurück. Am Karsamstag wird in der Kapelle das Heilige Grab aufgebaut, an dem Feuerwehrleute Wache halten.
Die Kirche ist eine aktive Pfarrkirche ohne feste Besichtigungszeiten – das Innere sehen Sie am besten vor oder nach der Messe oder nach vorheriger Absprache mit der Pfarrei (ul. Wolności 1, Tel. +48 34 353 93 37). Für Kirche und Kirchhof mit seinem Tor aus dem 17. Jahrhundert genügen 30–45 Minuten. Alte Bäume umgeben die Kirche, die beste Ansicht des ganzen Baus mit Turm haben Sie von der Straße aus. Gut verbinden lässt sich der Besuch mit weiteren Stationen der Holzarchitektur-Route rund um Lubliniec.
Brak potwierdzonych godzin zwiedzania; sprawdź możliwość wejścia w parafii. Msze według bieżącego porządku nabożeństw.
Brak potwierdzonego biletu wstępu; zasady wejścia do wnętrza ustal z parafią.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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