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Ein Kulig ist ein winterlicher Tross aus Pferdegespannen mit Schlitten, verbunden mit einem Fest am Lagerfeuer – ein Vergnügen, dessen Geschichte in Polen bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. In Zakopane finden Schlittenfahrten täglich statt, meist ab 15 Uhr, das gesamte Programm mit der Fahrt dauert 3–4 Stunden.
Die Geschichte des Kulig ist überraschend aristokratisch: Vom 16. Jahrhundert bis zum frühen 20. war er ein beliebtes Vergnügen des Hochadels und des mittleren Adels. An der Spitze des Trosses ritt ein Zeremonienmeister namens Harlekin, und der Sammeltermin wurde mit einem kugelförmig gebogenen Stab – der „Kula" – an die Teilnehmer übermittelt. Nach den Teilungen Polen veranstaltete man Kuligs trotz der Besatzungsmächte als Pflege der nationalen Tradition. Heute verlaufen die Routen so, dass sie die schönsten Aussichten von Zakopane zeigen; im Sommer ersetzt ein Wagen den Schlitten: die Fahrt von den Krupówki zum Bachledzki Wierch dauert etwa eine Stunde.
Während der Fahrt erzählt der Kutscher Geschichten über die Tatra und Zakopane, während die Teilnehmer ihre Hände an Bechern mit Glühwein wärmen. Den Abschluss bildet ein Fest in einer Berghütte mit live spielender Goralenkapelle: auf den Tisch kommen Bigos, Brot mit Schmalz, Würstchen und Gebirgstee. Das Vergnügen eignet sich für die ganze Familie, auch für Kinder. Die Preise werden individuell mit dem Veranstalter vereinbart, daher lohnt es sich, Termin und Details vor der Ankunft in Zakopane zu klären.
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