Museen
Nur wenige Schritte von der Krupówki-Straße entfernt, in der Kasprusie 19, steht die hölzerne Villa „Atma“ — das einzige Museum in Polen, das Karol Szymanowski gewidmet ist. Genau hier, im Schatten der Tatra, verbrachte der Komponist die Jahre 1930–1935 und vollendete sein berühmtestes Ballett „Harnasie“.
Das Haus baute Józef Kasprusie-Stoch im Jahr 1895 als Pension im Zakopane-Stil. In den Jahren 1925–1926 wurde das Gebäude auf seine heutige Form erweitert und erhielt den Namen „Atma“ — Sanskrit für „Seele“. Im Oktober 1930 zog Karol Szymanowski ein. Hier vollendete und instrumentierte er „Harnasie“ und komponierte „Veni Creator“, sein Zweites Violinkonzert, „12 Kurpien-Lieder“, die „Litanei an die Jungfrau Maria“ und zwei Mazurken des Opus 62. Zu Gast waren führende Künstler der Epoche: Julian Tuwim, Witkacy, Jarosław Iwaszkiewicz, Zofia Nałkowska sowie der Pianist Artur Rubinstein. Im November 1935 reiste der Komponist zur Kur in die Schweiz — nach Polen kehrte er nie mehr zurück.
Die Villa gehört zum Nationalmuseum in Krakau und birgt die einzige Sammlung von Szymanowski-Erinnerungsstücken dieser Art in Polen. Im Inneren finden Konzerte statt, die an die musikalische Tradition des Hauses anknüpfen; die Villa liegt am Holzarchitekturpfad der Woiwodschaft Kleinpolen.
Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet, montags geschlossen; das normale Ticket kostet 8 PLN, das ermäßigte 4 PLN, Kinder unter 7 Jahren haben freien Eintritt. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang auf die knapp zwei Kilometer entfernte Gubałówka verbinden.
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