Aussichtspunkte
Wisła, Schlesien
Am Hang der Kobyla, nur wenige Meter vom Wanderweg entfernt, bricht der Hang plötzlich ab, und eine Felskanzel mit zerklüfteten, teils überhängenden Wänden ragt empor. Der Krzakoska-Felsen – auch Kobyla-Felsen genannt – ist der bekannteste Kletterfelsen der Schlesischen Beskiden und zugleich ein leicht erreichbarer Aussichtspunkt über dem Ort Wisła (Weichsel). Für die einen Ziel eines kurzen Spaziergangs, für die anderen Trainingsrevier an senkrechtem Sandstein.
Der Aufschluss liegt im Kobyla-Massiv, Teil des Stożek-Czantoria-Kamms, etwa 500 m nördlich des Gipfels und am Nordrand der Siedlung Kobyla, im Stadtgebiet von Wisła. Seine Oberkante liegt auf rund 720 m Höhe (manche Quellen nennen 710 m). Die Geländestufe zieht sich etwa 60 m hin – nach anderen Messungen sogar 100–130 m. Die Wände sind bis zu 15 m hoch, senkrecht und von Rissen, Verschneidungen, Pfeilern und Dächern durchzogen.
Aufgebaut ist der Felsen aus deutlich geschichtetem, dickbankigem Istebna-Sandstein aus der Oberkreide. Unten liegen dicke Platten, weiter oben immer dünnere Lagen – am besten zu sehen, wenn man am Wandfuß steht. Bereits 1958 wurden die Kobyla-Felsen zum Naturdenkmal erklärt; sie liegen im Landschaftsschutzpark Schlesische Beskiden.
Der Krzakoska-Felsen ist der bekannteste Kletterfelsen der Schlesischen Beskiden. Hier gibt es 26 Routen in den Schwierigkeitsgraden III bis VI.3 der polnischen Skala – für Anfänger mit Trainer ebenso wie für erfahrene Kletterer. Auch wer selbst nicht klettert, kann zusehen, wie andere die Überhänge meistern.
Von der Oberkante blickt man ins Weichseltal und auf die Berge, die es im Osten begrenzen – von der Równica bis zur Barania Góra. Schon alte Reiseführer beschrieben diese Aussicht, auch wenn heute nachwachsende Bäume einen Teil des Panoramas verdecken.
Eintritt frei
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