Berge & Gipfel
Wisła, Schlesien
Cieślar ist der häufigste Familienname in Wisła – schon 1621, kurz nach der Gründung des Dorfes, lebten hier vier Familien dieses Namens. Nach ihnen ist der grasbewachsene Gipfel an der tschechischen Grenze benannt, rund 920 m hoch (die Angaben schwanken zwischen 918 und 921 m). Anders als die meisten Beskidengipfel ist er nicht bewaldet, deshalb bieten die Gipfelwiesen einen fast vollständigen Rundblick über die Schlesischen Beskiden und die Bergketten auf tschechischer Seite.
Der Cieślar liegt im Hauptkamm des Stożek-Czantoria-Zuges, zwischen dem Soszów Wielki (886 m) im Norden und dem Mały Stożek im Süden. Die polnische Seite gehört zur Stadt Wisła und fällt ins Tal der Dziechcinka ab, die tschechische zur Gemeinde Nýdek. Auf dem Kamm verläuft die Staatsgrenze und mit ihr zwei Wege: der polnische rote Beskiden-Hauptwanderweg, der von Ustroń bis Wołosate in den Bieszczady führt (rund 500 km), und ein tschechischer blauer Weg. Der Kamm ist zugleich Wasserscheide zwischen Weichsel und Oder.
Am schönsten ist eine Runde um das Dziechcinka-Tal, wie sie das Tourismusportal des Teschener Schlesiens beschreibt: Start am Kreisverkehr Oaza in Wisła, auf dem grünen Weg über den Józefula zum Soszów, auf dem roten Kammweg zum Cieślar, dann auf dem gelben und blauen Weg hinunter, vorbei am Krzakoska-Felsen mit Blick auf das Zentrum von Wisła. Die Runde ist etwa 15,5 km lang, hat 603 m Anstieg und dauert rund 5 Stunden 40 Minuten. Kürzer geht es mit der Seilbahn auf den Soszów und einem Kammspaziergang zum Cieślar. Essen können Sie in der Hütte am Soszów und in Gasthäusern an der Strecke. Der Gipfel ist ganzjährig kostenlos zugänglich; nach Regen brauchen Sie gute Schuhe, im Winter Grödel.
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