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Wisła, Schlesien
Die Woche der Beskidenkultur (Tydzień Kultury Beskidzkiej, TKB) ist ein jährliches internationales Folklorefestival, das die Beskiden seit 1964 um die Wende von Juli zu August in eine einzige große Bühne verwandelt. Ensembles aus Polen und aller Welt treten in Wisła, Szczyrk, Żywiec, Maków Podhalański, Oświęcim, Istebna und Ujsoły auf, und die Veranstalter nennen es das größte Folklorefest Polens. 2026 fand bereits die 63. Ausgabe statt.
Die erste TKB fand im August 1964 in Wisła statt, auf Initiative von Jerzy Drozd, Direktor der Musikschule in Cieszyn und Kenner der Musikkultur des Beskidenvorlands. In der Konzertmuschel des Amphitheaters traten damals Ensembles aus Wisła, Jablunkov, Istebna, Jaworzynka, Koniaków, Goleszów, Cieszyn und Żywiec auf. Vorbild für die Organisatoren aus Wisła waren das Gorolski Święto in Jablunkov, das die polnische Minderheit in Tschechien seit 1949 veranstaltet, und das Bergfest der Vorkriegszeit.
Das Festival wuchs rasch: 1966 kam Szczyrk hinzu, 1975 Żywiec, 1976 Maków Podhalański, 1980 – als Begleitveranstaltung – Ujsoły, 1992 Oświęcim und 1995 Istebna. Veranstalter ist das Regionale Kulturzentrum in Bielsko-Biała, das Festival steht unter der Schirmherrschaft des internationalen Folklore-Dachverbands CIOFF. Zur Größenordnung: 2009 traten 83 polnische und 23 ausländische Ensembles auf, unter anderem aus Brasilien, Ecuador, Indien und der Türkei.
Symbol der TKB ist der klepok, ein traditionelles Holzspielzeug. Das Gorolski Święto in Jablunkov hat die TKB zwar inspiriert, ist heute aber ein eigenständiges Festival, mit ihr durch Freundschaft und langjährige Zusammenarbeit verbunden. Auch außerhalb der Saison bleibt das Festival präsent: Im Herbst 2026 zeigte Bielsko-Biała Fotografien früherer TKB-Ausgaben, ergänzt durch Spitzen aus Koniaków.
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