Kirchen & Klöster
An der ulica Klasztorna in Lelów, nicht weit vom Marktplatz, steht die gotische Pfarrkirche St. Martin — heute das Heiligtum der tröstenden Muttergottes von Lelów. Die Pfarrei gehört zu den ältesten der Jura: Sie wurde im 13. Jahrhundert gegründet, die gemauerte Kirche hat ihre Anfänge im 14. Jahrhundert.
Die Kirche wurde oft zerstört und in Brand gesteckt, zum letzten Mal im Zweiten Weltkrieg. Am 4. September 1939 füllten deutsche Soldaten die Kirche mit Stroh und befahlen den Bewohnern, sie anzuzünden. Als diese sich weigerten, wurden sie erschossen — ein Grabhügel und eine Tafel erinnern daran. Von der Ausstattung überstand nur ein hölzernes Kreuz die Katastrophe, das man im Vorraum einmauert hatte; nach dem Wiederaufbau kam es in den Hauptaltar.
In Lelów stand einst ein Franziskanerkloster, gestiftet von Kasimir dem Großen selbst; es wurde im 19. Jahrhundert aufgehoben, und an seiner Stelle steht heute das Pfarrhaus.
Die Kirche steht an der ulica Klasztorna 8, wenige Minuten vom Marktplatz. Der Besuch dauert eine Viertelstunde und lässt sich gut mit einem Ausflug in die Jura verbinden: In der Nähe liegen die Burg Bobolice, die Forellenzucht in Złoty Potok und das Naturschutzgebiet Parkowe. Zur Kirche pilgern die Verehrer der tröstenden Muttergottes von Lelów, deren Bild man im Inneren suchen sollte.
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