Kirchen & Klöster
Dubiecko, Karpatenvorland
Wenige Kilometer von Dubiecko entfernt steht zwischen alten Bäumen eine Lärchenholzkirche von 1763, die fast 40 Jahre lang verlassen war – und nach der Restaurierung wieder so aussieht wie zur Zeit ihrer Stiftung durch die Familie Krasicki. St. Katharina in Bachórzec besitzt ein seltenes dreischiffiges Langhaus mit Holzstützen und Malereien aus dem 19. Jahrhundert; daneben steht ein hoher gemauerter Glockengiebel.
Das Dorf gehörte nacheinander den Familien Kmita, Stadnicki und Wapowski, von 1648 bis 1944 den Krasickis. Die Kirche entstand 1760–1763 als Stiftung des damaligen Gutsherrn Antoni Krasicki auf Betreiben von Pfarrer Jan Rymarski, teilweise aus Holz des Vorgängerbaus. 1763 wurde sie geweiht. 1856 folgte eine gründliche Renovierung mit neubarocker Ausmalung. In beiden Weltkriegen wurde sie beschädigt, 1956 deckte man das Dach mit Blech.
Nachdem 1961 eine neue gemauerte Kirche gebaut worden war, verwaiste die alte. Die 2000 begonnene Restaurierung sollte ihr ursprüngliches Aussehen zurückgeben: Das Dach erhielt wieder Holzschindeln, Schwellen und Balken wurden erneuert, der Boden angehoben. 2008–2010 wurde der Innenraum restauriert, und die zuvor in die neue Kirche gebrachte Ausstattung kehrte zurück. Seit 1992 steht die Kirche unter Denkmalschutz und gehört heute zur Route der Holzarchitektur im Karpatenvorland.
Bachórzec liegt etwa 4–5 km westlich von Dubiecko. Die Kirche ist von altem Baumbestand umgeben. Der historische Innenraum ist außerhalb von Gottesdiensten und Veranstaltungen der Holzarchitektur-Route oft geschlossen; eine vorherige Anfrage bei der Pfarrei lohnt sich. Für die Außenbesichtigung genügen 20–30 Minuten. Das schönste Foto der Schindeldächer gelingt mit dem Glockengiebel im Bild, wenn die Sonne auf die Holzwände fällt.
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