Natur
Sokoły, Podlachien
Zwischen Waniewo und Śliwno fließt der Narew nicht in einem Bett, sondern verzweigt sich zu einem Labyrinth aus Armen, Altwassern und Schilfflächen. Ein Holzsteg führt quer durch dieses Sumpftal, und über das offene Wasser setzen Sie selbst über – auf schwimmenden Plattformen, die Sie an einer Kette von Ufer zu Ufer ziehen. Es ist der bekannteste Weg im Narew-Nationalpark und eine der wenigen Möglichkeiten, ohne Kajak ins Herz des „polnischen Amazonas“ zu gelangen.
Der Narew-Nationalpark wurde am 1. Juli 1996 gegründet und umfasst rund 6810 ha des Narewtals zwischen Suraż und Rzędziany. Der Fluss ist hier anastomosierend – in Europa eine Seltenheit: Er teilt sich in viele gleichrangige Arme, die auseinanderlaufen und sich wieder vereinen. Eine streng geschützte Kernzone gibt es im Park nicht, sein Symbol ist die Rohrweihe. Der Steg Waniewo–Śliwno verbindet beide Talseiten; der Park nennt eine Länge von etwa 1 km, die Beschreibung des Modernisierungsprojekts von 2017–2019 spricht von 1,2 km mit zwei Vogelbeobachtungsständen und einem Aussichtsturm. Der Steg erhielt die Auszeichnung „Botschafter des Ostens“ als touristische Entdeckung des Jahres.
Höhepunkt der Route sind die Übersetzstellen über die Flussarme. Laut dem Parkdirektor, zitiert vom Sender TVN24, gibt es entlang des Stegs vier schwimmende Plattformen. Sie bedienen sie selbst: An jeder Stelle suchen Sie die Kette, die an einem Ende am Steg und am anderen an der Plattform befestigt ist, ziehen die Plattform heran, steigen ein, schließen die Sicherheitspforte und ziehen sich mit der wasserseitigen Kette ans andere Ufer. Je nach Größe trägt eine Plattform 10 Personen (850 kg) oder 5 Personen (425 kg). Die Seile über dem Geländer halten die Plattform nur in der Spur – bitte nicht daran ziehen. Binden Sie die Plattform nach dem Übersetzen nicht am Steg fest, sonst ist sie für andere blockiert.
Prüfen Sie vor der Anreise unbedingt die aktuelle Besuchermitteilung auf der Website des Parks (npn.gov.pl). Die Übersetzstellen hängen vom Wasserstand ab: Bei Trockenheit setzen die Plattformen auf Sandbänken auf und der Park sperrt den Weg – so etwa, als der Wasserspiegel an den Übersetzstellen seit April um fast 2 Meter gefallen war. In der Mitteilung vom Juni 2026 war der Steg Waniewo–Śliwno als geschlossen aufgeführt; der Park weist darauf hin, dass die Nutzung eines gesperrten Weges auf eigene Gefahr erfolgt. Der Eintritt in den Park ist kostenpflichtig; Tickets gibt es online im System eParki und im Naturbildungszentrum „Młynarzówka“ in Kurowo, wo sich auch die Touristeninformation befindet. Fahrräder müssen auf dem Steg geschoben werden, nach Regen können die Bohlen rutschig sein, und Kinder dürfen nur in Begleitung Erwachsener übersetzen. Zurück geht es auf demselben Weg – planen Sie für den Spaziergang mit Übersetzen 1,5–2 Stunden ein, für Vogelbeobachtung mehr, am besten frühmorgens.
Eintritt frei
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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