Burgen
Tykocin, Podlachien
Das Schloss Tykocin am Ufer der Narew im Nordosten Polens ist eine moderne Rekonstruktion auf den Fundamenten der Festung König Sigismund Augusts aus dem 16. Jahrhundert, die einst das größte Arsenal der polnisch-litauischen Adelsrepublik beherbergte. Heute ragen die Backsteinmauern mit ihren Türmen wieder über die Flusswiesen; in Kellern, Glassaal und Gefängnisturm ist ein Museum untergebracht. Zusammen mit der berühmten Großen Synagoge macht es Tykocin zu einem der lohnendsten Städtchen in Podlachien.
Tykocin liegt rund 30 km westlich von Białystok und etwa 170 km nordöstlich von Warschau. Von Berlin aus fährst du über Warschau; Białystok ist per Bahn gut erreichbar, von dort geht es mit Auto oder Regionalbus weiter. Direkt am Schloss gibt es einen Parkplatz. Adresse: ul. Puchalskiego 3.
1433 erhielt der litauische Magnat Jan Gasztołd Tykocin; seine Holzburg brannte um 1519 ab, und nach dem Aussterben der Familie 1542 fiel der Besitz an die Krone. Sigismund II. August ließ hier 1549–1575 ein Renaissanceschloss aus Backstein errichten, geplant vom königlichen Baumeister Hiob Bretfus; 1569 wurde das Arsenal fertig – unter Stephan Báthory sollen hier 500 Kanonen gestanden haben. Nach dem Tod des Königs 1572 im nahen Knyszyn lag sein einbalsamierter Leichnam über ein Jahr auf dem Schloss, bevor der Trauerzug im September 1573 zum Krakauer Wawel aufbrach.
Im November 1705 trafen sich hier August der Starke und Zar Peter der Große – ein Ereignis, das mit der Stiftung des Ordens vom Weißen Adler verbunden wird, Polens ältester Auszeichnung. 1734 brannte das Schloss ab, um 1750 ließ Jan Klemens Branicki die Ruine als Baumaterial abtragen, 1771 zerstörte ein Hochwasser den Rest. Seit 2002 baut ein privater Investor das Schloss nach Plänen aus einem Archiv in Sankt Petersburg wieder auf; einzelne Türme und Flügel sind noch im Bau.
Stand: Oktober 2026, laut offizieller Website:
Im Schloss gibt es zudem ein Restaurant mit altpolnischer und regionaler Küche, Gästezimmer und ein Spa. Mit Kindern sind die Keller und der Aufstieg auf den Turm die Höhepunkte – denk an die Treppen. Regelmäßig finden Veranstaltungen statt, etwa der „Sturm auf das Schloss“ im Februar und das traditionelle Gänseessen zum Martinstag im November.
Ja – als Teil eines halben Tages in Tykocin. Plane etwa eine Stunde für das Schloss ein und geh dann über die Brücke zum barocken Marktplatz und zur Großen Synagoge von 1642, heute ein Museum. Naturfreunde fahren weiter in die Nationalparks an Narew und Biebrza.
Muzeum czynne codziennie 11:00–17:00; zwiedzanie z przewodnikiem o pełnych godzinach od 11:00 do 16:00 (40–50 min). Restauracja: pn–czw 12:00–18:00, pt–nd 12:00–20:00.
Dorośli 21 zł; dzieci i młodzież do 18 lat, emeryci i renciści 19 zł; dzieci do 6 lat bezpłatnie (przewodnik po polsku w cenie).
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026