Kirchen & Klöster
Die spätbarocke Dreifaltigkeitskirche schließt die Ostseite des Marktplatzes von Tykocin ab und bildet die markanteste Silhouette der Stadt an der Narew. Den von Hetman Jan Klemens Branicki gestifteten Tempel baute man ab 1742, die Türme entstanden Ende 1748; den Bau verbindet man mit dem Werk des Architekten Jan Henryk Klemm, die Seelsorge übernahmen die Missionspriester.
Die Kirche ist eine Basilika mit der sogenannten Paravan-Fassade: Beiderseits stehen Türme, die durch Bögen und Arkaden mit dem Schiff verbunden sind und im Dachbereich kunstvolle Skulpturen tragen. Hellgelber Lehmputz und rote Dacheindeckung sind für die Region charakteristisch.
Die Wände tragen Wandmalereien von 1749, im Zentrum des Presbyteriums steht ein vergoldeter Hochaltar im Barock-Rokoko-Stil; dazu sechs vergoldete Seitenaltäre, barocke Beichtstühle, Kanzel und Taufbecken. An den Wänden hängen Porträts der Stifter — Jan Klemens Branicki und Izabela geb. Poniatowska — und auf der Empore erklingen die Rokoko-Orgeln von etwa 1760.
Die Kirche bewahrt einen Kelch, aus dem Johannes Paul II. 1991 in Łomża die Messe feierte. Seit dem 2. April 2005 wird er bei den größten Feierlichkeiten verwendet.
Die Kirche steht am Marktplatz (11 Listopada-Straße 2). In der Nähe: die Große Synagoge (0,5 km), das Schloss von Tykocin (0,6 km), Pentowo — das europäische Storchendorf (2,5 km) — und der Steg Waniewo–Śliwno über die Narew (14 km).
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