Natur
Bobrowniki, Schlesien
Der stillgelegte Steinbruch in Rogoźnik in der Gemeinde Bobrowniki (Kreis Będzin) ist etwas für alle, die wilde, zuwachsende Abbaustätten gepflegten Attraktionen vorziehen. Das Dorf liegt in einer kleinen Senke zwischen den Hügeln Buczyna und Sadowie, und die umliegenden Anhöhen bestehen aus triassischem Muschelkalk, bedeckt von einer dünnen Rendzina-Schicht.
Rogoźnik lebte jahrhundertelang von dem, was im Boden lag. Um 1797 wurde an der Grenze von Rogoźnik, Wojkowice und Żychcice die Galmeigrube „Fanny“ eröffnet, die bis 1807 in Betrieb war; 1822–1840 wurde das hier geförderte Galmei zur Hütte in Milowice gebracht. Im Dorf arbeiteten außerdem drei kleine Eisenerzgruben, und die bekannteste Spur des alten Bergbaus ist eine Grube namens Rudny Dół (Erzgrube) an den Hängen der Buczyna. Auf der Buczyna selbst (377 m ü. M.) sind schwach ausgeprägte Karstkessel zu erkennen – Hinweise auf Prozesse, die im triassischen Kalk heute unzugängliche Höhlen ausgewaschen haben könnten.
Eine örtliche Sage erzählt von Bergleuten, die die Hügel nach Erz durchwühlten, bis eine Hexe sie und ihre Pferde in Stein verwandelte. Die Steinhaufen an den Hängen entlang der Straße nach Siemonia sollen ihre Überreste sein, ein tiefer Trichter daneben die Stelle, an der die Hexe selbst zu einem Felsblock wurde. Eine gute Geschichte für einen Spaziergang durch eine Gegend, deren Gestalt der Mensch über Jahrhunderte verändert hat.
Eintritt frei
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