Festungen
Am Rand von Dobieszowice, gleich hinter dem Bett der Brynica, ist ein niedriger Betonblock mit gepanzerter Kuppel zu entdecken, der sich seit Jahrzehnten in die Felder einfügt. Es ist der schwere Kampfbunker Nr. 52 „Wesoła”, ein Glied der befestigten Zone Śląsk (Schlesien) — einer Festungslinie, die in den Jahren 1937–1938 zum Schutz Oberschlesiens vor einem deutschen Angriff errichtet wurde.
Der einstöckige Bunker hatte eine entscheidende Aufgabe: Er sollte den Staudamm des Stausees Kozłowa Góra verteidigen. Das Bauwerk war ein strategisches Ziel, denn der Stausee versorgte das oberschlesische Industriegebiet mit Wasser. Kein Zufall, dass die Befestigungen auch durch dieses Gebiet verliefen — in der Nähe fließt die Brynica, vor dem Krieg ein Grenzfluss zwischen der Zweiten Polnischen Republik und Deutschland. Dieses kleine Objekt war somit Teil eines Systems, das einen Angriff auf die wichtigste Industrieregion Vorkriegspolens aufhalten sollte.
Nach der Instandsetzung in den letzten Jahren ist der Bunker für Besucher zugänglich. Die Innenräume zeigt die Gemeinschaft von Befestigungs-Enthusiasten rund um das Portal profort.org.pl — Besichtigungen gibt es in der Saison von Mai bis Oktober, samstags zwischen 14:00 und 18:00 Uhr. Das Gelände bleibt ganzjährig rund um die Uhr offen, und eine grüne Radroute aus dem Wald Dioblina führt zum Bunker. Die Parkplätze sind kostenlos. Ein guter, kurzer Stopp auf einer Tour durch Piekary Śląskie, nur wenige Kilometer entfernt.
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