Seen & Gewässer
Nordwestlich von Olsztyn bei Tschenstochau, im Dorf Kusięta zwischen dem Naturschutzgebiet Zielona Góra und den Towarne-Bergen, liegt der See Krasowe — eines der seltensten Naturphänomene Polens. Der Teich entstand in einem Karstdoline, einem Erdeinbruch über unterirdischen Hohlräumen im Kalkstein. ## Wasser, das verschwinden sollte
Normalerweise verliert sich Wasser im Karst in unterirdischen Höhlensystemen. In Kusięta retteten undurchlässige Tone den See, die sich am Grund der Doline sammelten und das Becken abdichteten. Daneben ist ein Uwał sichtbar — eine größere Senke aus mehreren Dolinen, die nach Starkregen mit Wasser gefüllt wird, das rasch in der unterirdischen Welt der Jura versickert. Ein kurzer Spaziergang zwischen den beiden Becken erklärt am besten, wie Karst funktioniert.
Durch Kusięta führt der geologische Lehrpfad „Im Land der weißen Felsen”, der zum See und auf die Kalksteinhügel führt. Der rote Adlernestwanderweg und der orange Transjura-Reitweg verlaufen in der Nähe, sodass der Teich natürlich in eine längere Jura-Tour passt.
Am einfachsten erreicht man den See über Kusięta, gleich hinter dem Bahnübergang; am Ufer gibt es einen kleinen Picknickplatz. Ideal für eine kurze Radtour von Olsztyn (die Burg in Olsztyn liegt 3,5 km entfernt). Am besten im Frühjahr oder nach stärkeren Regenfällen kommen — dann ist der Uwał oft gefüllt und das Phänomen erklärt sich von selbst.
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