Gärten
Stettin, Westpommern
Jasne Błonia („Helle Auen“) und der Kasprowicz-Park sind die bekannteste Grünanlage von Stettin (Szczecin): ein weiter Rasenplatz mit Platanenalleen, der in einen großen Park am Rusałka-See übergeht. Auf Jasne Błonia stehen 213 Ahornblättrige Platanen – der größte Bestand dieser Art in Polen. Ein idealer Ort für Spaziergänge, Picknicks und Familiennachmittage, im Herbst eines der schönsten Fotomotive der Stadt. Für deutsche Besucher spannend: Die Anlage ist ein Erbe des Stettiner Bürgertums um 1900, als wohlhabende Stettiner Familien wie die Quistorps der Stadt großzügige Grünflächen stifteten.
Das Gelände gehörte der Stettiner Unternehmerfamilie Quistorp. Johannes Quistorp schenkte der Stadt die Flächen, auf denen 1900 der Quistorp-Park – heute Kasprowicz-Park – entstand. 1925–1927 wurde daneben die Grünfläche Quistorp-Aue angelegt, das heutige Jasne Błonia, direkt am monumentalen Rathausbau.
Nach 1945 diente der Platz großen Kundgebungen. Die bedeutendste fand am 11. Juni 1987 statt, als Papst Johannes Paul II. hier vor Hunderttausenden eine Messe feierte. Seit 1995 trägt der Platz seinen Namen; ein Papstdenkmal steht auf der Rathausseite.
Hinter den Adlern beginnt der Kasprowicz-Park – rund 27 Hektar an den Hängen über dem Rusałka-See; zusammen mit einem Teil des Arkoński-Waldparks bildet er eine Parklandschaft von fast 97 Hektar. Sehenswert sind:
Im Norden grenzt der Dendrologische Garten Stefan Kownas an, in der Nähe liegt der 2007 wiedereröffnete Rosengarten. Unter den Bäumen des Parks findest du auch seltenere Arten wie Gelb-Kiefer und Serbische Fichte.
Die Anlage ist ganzjährig zugänglich und kostenlos. Plane 1,5 bis 2 Stunden für Platz und Seerunde ein. Die breiten Wege sind kinderwagentauglich; Hunde bitte an der Leine führen.
Winter 2026/27: Von November bis März sind die Platanen kahl, Blumenbeete und Rosengarten ruhen. Ein Spaziergang lohnt sich trotzdem, vor allem nach frischem Schnee – aber die Tage sind kurz und ungeräumte Parkwege können glatt sein.
Stettin liegt nur rund 150 km von Berlin entfernt, etwa zwei Stunden mit Auto oder Regionalbahn. Jasne Błonia liegt am Rathaus (pl. Armii Krajowej) im Stadtteil Łękno, etwa 2 km nordwestlich der Altstadt; Straßenbahnen und Busse halten in der Nähe, zu Fuß sind es vom Zentrum rund 30 Minuten.
Lohnt sich der Besuch? Ja – als grüne Pause zwischen Museen, besonders im Frühling und Herbst. Gut kombinierbar mit dem Arkoński-Waldpark und, einige Kilometer westlich, dem Zentralfriedhof, dem größten Parkfriedhof Polens.
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Geprüft: Oktober 2026