Technikdenkmäler
Solina, Karpatenvorland
Die Talsperre Solina ist die höchste Staumauer Polens und eines der Wahrzeichen des Bieszczady-Gebirges im Südosten des Landes. Die 82 Meter hohe und 664 Meter lange Betonmauer staut den San zum Solina-Stausee (Jezioro Solińskie) auf – nach Volumen dem größten Stausee Polens. Ein Spaziergang über die Dammkrone mit Blick auf den See und das tiefe San-Tal gehört zu jedem Besuch, und bei einer Führung kannst du sogar ins Innere der Mauer gehen.
Die Talsperre liegt im Dorf Solina, etwa 45–50 km südlich von Sanok. Aus Deutschland führt die lange Anreise über Görlitz und die A4 via Breslau (Wrocław), Kattowitz und Krakau (Kraków) bis Rzeszów und weiter über Sanok und Lesko. Von Krakau brauchst du mit dem Auto rund 4 Stunden, vom Flughafen Rzeszów-Jasionka etwa 2 bis 2,5 Stunden. Das Auto stellst du auf einem der Parkplätze in Solina ab – auf das Kraftwerksgelände darf man nicht fahren.
Gebaut wurde die Mauer 1960–1968, im Juli 1968 ging das Wasserkraftwerk in Betrieb. Die zwischen den Hügeln Plasza und Jawor verankerte Konstruktion wiegt rund 2 Millionen Tonnen und staut das Wasser bis zu etwa 60 Meter hoch. Der Stausee fasst ungefähr 500 Millionen Kubikmeter (manche Quellen nennen 472 Millionen) und bedeckt rund 22 km². In den Fluten verschwanden mehrere Dörfer, darunter das alte Solina.
Das Kraftwerk gehört heute zu PGE Energia Odnawialna und leistet nach der Modernisierung von 2000–2003 200 MW. Zwei der vier Maschinensätze sind umkehrbar: Bei geringem Strombedarf pumpen sie Wasser aus dem tiefer gelegenen Myczkowce-Stausee zurück in den Solina-See und erzeugen in Spitzenzeiten wieder Strom – ein Pumpspeicherprinzip, wie man es auch aus deutschen Mittelgebirgen kennt. 2015 entstand an der Mauer ein Öko-Wandbild von Przemysław Truściński mit Tieren und Pflanzen der Bieszczady – nicht gemalt, sondern durch gezieltes Reinigen des Betons.
Über die Krone verläuft eine breite Promenade. An Sommerwochenenden ist hier viel los; ruhiger ist es am Morgen sowie im September und Oktober. In der Nähe liegt ein Anleger, von dem in der Saison Ausflugsschiffe über den See fahren.
Führungen durch das Innere der Mauer und des Kraftwerks finden dienstags bis samstags statt; freie Termine siehst du in der Online-Buchung. Ein Besuch dauert 60–70 Minuten einschließlich Film. Wichtig:
Eintritt (seit 10. Mai 2026): an der Kasse 47 Złoty, ermäßigt 42 Złoty; online 43 Złoty bzw. 38 Złoty plus 1,80 Złoty Servicegebühr. Kinder unter 6 Jahren sind frei. Ob eine Führung auf Deutsch oder Englisch möglich ist, klärst du am besten vorab: +48 13 492 12 75 oder +48 605 442 511 (Di–Sa 9–17 Uhr), zwiedzanie.eos@gkpge.pl.
Lohnt sich der Besuch? Die Dammkrone ist kostenlos und beeindruckend; die Führung ist ein echtes Extra für Technikfans.
Korona zapory dostępna dla pieszych; zwiedzanie wnętrza z przewodnikiem wt–sb w terminach z rezerwacji online (ok. 60–70 min), recepcja wt–sb 9:00–17:00.
Zwiedzanie wnętrza: w kasie normalny 47 zł, ulgowy 42 zł; online 43/38 zł (+1,80 zł); dzieci do 6 lat bezpłatnie (od 10.05.2026). Spacer po koronie bezpłatny.
Solina 61, 38-610 Solina (kasa zwiedzania – Centrum Energii Odnawialnej przy głównej bramie elektrowni)
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Geprüft: Oktober 2026