Burgen
Das Schloss Frankenstein in Ząbkowice Śląskie ist die Ruine einer ehemaligen Festung und Renaissance-Residenz im Zentrum der Stadt, die für ihren Schiefen Turm und ihre „Frankenstein“-Geschichte bekannt ist.
Die ursprüngliche Burg schützte die Grenze; ab 1351 war sie Sitz der Behörden des Herzogtums Münsterberg und Frankenstein. Nach Zerstörungen im 15. Jahrhundert begann Herzog Karl I. von Podiebrad mit dem Bau einer repräsentativen Residenz. Die Arbeiten liefen mit Unterbrechungen von 1516 bis 1530. Die Anlage hatte einen annähernd quadratischen Grundriss, vier Flügel, Türme, einen Innenhof und starke Mauern aus regionalem Stein. 1646 wurde sie während des Dreißigjährigen Krieges von kaiserlichen Truppen gesprengt.
Am Innenhof, an Fragmenten der Flügel, am Torturm und an Teilen der Befestigung lässt sich der frühere Grundriss noch erkennen. Über dem Eingang ist eine steinerne Tafel mit dem Wappen Karls I. von Podiebrad und der Jahreszahl 1527 erhalten.
Nach der aktuellen Mitteilung der Stadt ist das Schloss wegen der dritten Phase der Revitalisierung derzeit für Touristen geschlossen; die Sperre gilt bis auf Weiteres. Vor der Anreise sollte man die neuesten Informationen der Stadtverwaltung oder der Touristinformation prüfen. Wenn der Zugang zur Umgebung möglich ist, lässt sich ein Blick auf die Ruinen mit einem Spaziergang durch die Innenstadt verbinden.
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