Burgen
Międzyrzecz, Lebus
Die Burg Meseritz (Zamek w Międzyrzeczu) ist die gesicherte Ruine einer königlichen Backsteinburg, die König Kasimir der Große im 14. Jahrhundert errichten ließ. Sie liegt im Lebuser Land, gut erreichbar von Berlin und Frankfurt (Oder). Wassergraben, zwei runde Basteien mit Kegeldächern und das wiederaufgebaute Tor machen sie zu einem der stimmungsvollsten Burgorte Westpolens. Seit November 2024 ist sie ein polnisches Geschichtsdenkmal, und das benachbarte Museum besitzt die größte Sammlung von Sargporträts in Polen.
Auf der Anhöhe zwischen den Flüssen Obra und Paklica stand schon im 9. Jahrhundert ein slawischer Burgwall. Er sicherte die Westgrenze des frühen polnischen Staates und war oft umkämpft: Der Chronist Gallus Anonymus berichtet, dass Herzog Bolesław III. ihn 1094 zurückeroberte. Um 1350 begann unter Kasimir dem Großen der Bau der gemauerten Burg.
Als Grenzfestung zwischen Polen und Brandenburg wurde Meseritz mehrfach belagert. 1520, im Krieg gegen den Deutschen Orden, eroberten Söldner unter Wolf von Schönburg die Burg nach Artilleriebeschuss. Beim Wiederaufbau bis 1574 entstanden zwei runde Artilleriebasteien, ein Renaissance-Wohnbau und ein Tor. Im selben Jahr übernachtete hier Heinrich von Valois auf dem Weg zur Krönung in Krakau (Kraków). 1655 verwüsteten schwedische Truppen die Anlage.
1719 bauten die Starosten neben der Ruine ein bequemeres Gutshaus. Nach der Zweiten Teilung Polens kam Meseritz an Preußen und blieb bis 1945 deutsch. Danach übernahm ein Museum das Gelände; in den 1950er- und 1960er-Jahren wurden die Mauern als Dauerruine gesichert, das 1945 zerstörte Torhaus 1975 wiederaufgebaut.
Für Burg und Museum solltest du 1,5 bis 2 Stunden einplanen.
Stand: Oktober 2026 laut Museum:
Eintritt: Museum 15 PLN (ermäßigt 10 PLN), nur Burg 10 PLN, Kombiticket 20 PLN (ermäßigt 16 PLN). Kinder unter 7 Jahren frei, dienstags ist das Museum kostenlos. Barrierefreie Einrichtungen gibt es laut Museum derzeit nicht. Beschriftungen überwiegend auf Polnisch.
Meseritz liegt an der Schnellstraße S3 zwischen Landsberg an der Warthe (Gorzów Wielkopolski) und Grünberg (Zielona Góra), nördlich des Autobahnkreuzes mit der A2 bei Schwiebus (Świebodzin). Von Berlin fährst du über die A12 zum Grenzübergang Frankfurt (Oder)/Świecko, dann auf der A2 Richtung Posen (Poznań) und auf die S3 nach Norden. Burg und Museum liegen in der ul. Podzamcze 2, wenige Gehminuten vom Zentrum.
Ja, besonders als Zwischenstopp auf dem Weg nach Posen: Die Anlage ist kompakt, ruhig und fotogen, und die Sargporträts sind eine Besonderheit, die du außerhalb Polens kaum findest.
Zeiten gültig bis 31. Oktober 2026
1.05–31.10: wt.–pt. 9:00–16:00, sob.–niedz. 10:00–17:00, pon. nieczynne; poza sezonem soboty nieczynne, od listopada do stycznia zamek dostępny do 15:00; ostatnie wejście 45 min przed zamknięciem.
Muzeum 15 zł (ulgowy 10 zł, KDR 12 zł), zamek 10 zł, bilet łączony 20 zł (ulgowy 16 zł); dzieci do 7 lat bezpłatnie; we wtorki muzeum bezpłatne.
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Geprüft: Oktober 2026