Aussichtspunkte
Posen, Großpolen
An der Grenze zwischen Świerczewo und Fabianowo-Kotowo, über ehemaligen Tongruben im Tal des Junikowo-Bachs, steht ein 25 Meter hoher Aussichtsturm aus Stahl. Von seiner Plattform sieht man am besten, wie groß der Park Szachty ist: ein Mosaik aus rund 40 Teichen, Schilfflächen und Gehölzen auf 57,5 Hektar, dahinter Luboń und die Posener Innenstadt. Der Zugang ist jederzeit kostenlos – ein gutes Ziel für einen Spaziergang oder eine Radtour.
Der Name Szachty kommt vom deutschen Schacht und vom Dialektwort „szachtować", graben. Um 1900, während eines Baubooms nach dem Abriss von Teilen der Festung Posen, arbeiteten in Rudnicze, Kotowo und Świerczewo über ein Dutzend Ziegeleien, verbunden durch Feldbahnen. Die letzten waren noch in den 1990er-Jahren in Betrieb. Die gefluteten Gruben bildeten rund 40 Gewässer von 0,2 bis 12 ha, darunter den Staw Rozlany. Schon in den 1970er-Jahren galt das Gelände als eines der naturkundlich wertvollsten der Stadt und wurde als ökologische Schutzfläche ausgewiesen; ab 2014 entstanden Wege und Bänke.
Finanziert wurde der Turm aus dem Posener Bürgerhaushalt, angeregt vom Stadtteilrat Tomasz Wierzbicki. Bei der Abstimmung für 2016 erhielt das Projekt 3.487 Stimmen und 500.000 PLN. Turm und Holzsteg wurden 2018 eröffnet.
Eintritt frei
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