Historische Orte
Am Rande von Luboń bei Posen, in der Niezłomnych-Straße 2, steht das Martyrologiemuseum in Żabikowo, das den Opfern des deutschen Lagers gedenkt, das 1943–1945 auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei bestand. Offiziell hieß es Gefängnis der Sicherheitspolizei und Arbeitserziehungslager Posen-Junikowo (Posen-Lenzingen).
Ab April 1943 übernahm das Lager die Funktion des aufgelösten Forts VII und unterstand der Gestapo Posen. Etwa 40.000 Häftlinge durchliefen es: polnische Intelligenz, Angehörige der Untergrundbewegung, sowjetische Kriegsgefangene, deutsche Kommunisten, Zeugen Jehovas und Bürger anderer Länder. Im Durchschnitt waren hier etwa 2.000 Menschen inhaftiert; die Bedingungen unterschieden sich nicht von denen in Konzentrationslagern — das Lager war von einem doppelten Zaun aus unter Strom stehendem Draht und Wachttürmen umgeben. Im Juni 1944 wurde hier die Führungsgruppe der Szare Szerege (Graue Reihen) erschossen. In der Nacht vom 20. auf den 21. Januar 1945 begann die Evakuierung: Von den 500 nach Westen getriebenen Personen erreichten nur 208 Sachsenhausen, etwa 80 kranke Häftlinge verbrannten lebendig in einer angezündeten Baracke.
Das Museum besteht seit 1979 und wird von der Selbstverwaltung der Woiwodschaft Großpolen organisiert; seit 2013 ist das Museum des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers Kulmhof in Chełmno nad Nerem seine Außenstelle, seit 2025 auch das Museum der Martyrologie der Großpolen – Fort VII in Posen. Auf dem Gelände steht das Denkmal „Nigdy wojny" (Nie wieder Krieg) von Józef Gosławski.
Der Eintritt ist kostenlos; di–fr 9.00–15.00 Uhr, Wochenende 10.00–14.00 Uhr. Vom Zentrum Posen etwa 10 km.
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