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Krakau, Kleinpolen
Polen steht von Anfang an auf der Welterbeliste: Schon die erste Liste vom September 1978 enthielt die Krakauer Altstadt und das Salzbergwerk Wieliczka. Heute zählt die Polnische UNESCO-Kommission 18 polnische Stätten – 16 Kultur- und 2 Naturerbestätten –, die jüngste ist das 2026 eingetragene Modernistische Zentrum von Gdynia. Dazu kommen drei UNESCO Global Geoparks. Zusammen ergeben sie ein fertiges Gerüst für eine Reise durch das ganze Land, vom Białowieża-Urwald bis zum Muskauer Park an der Neiße.
Die Welterbekonvention wurde am 16. November 1972 in Paris verabschiedet. Polen ratifizierte sie als einer der ersten Staaten – am 6. Mai 1976 – und hinterlegte die Urkunde am 29. Juni desselben Jahres bei der UNESCO. Deshalb kamen polnische Denkmäler zwei Jahre später schon auf die allererste Liste. Weitere Einträge folgten rasch: Auschwitz-Birkenau und der Białowieża-Urwald 1979, 1980 dann die Warschauer Altstadt – wiederaufgebaut nach dem Krieg, nachdem deutsche Truppen im August 1944 rund 85 % ihrer Bebauung zerstört hatten.
Die UNESCO Global Geoparks sind ein eigenes Programm. Polen hat drei: den deutsch-polnischen Muskauer Faltenbogen (seit 2015, einer von fünf grenzüberschreitenden Geoparks weltweit), den Geopark Świętokrzyski (Heiligkreuzgebirge, seit 2021) und das Land der erloschenen Vulkane (seit 2024). Auf Polens Tentativliste stehen unter anderem Gdańsk (Danzig), der Augustów-Kanal, der Dunajec-Durchbruch in den Pieninen, die Papiermühle in Duszniki-Zdrój und der historische Steinkohlenbergbau-Komplex in Zabrze. 2004 wurde in Toruń die Liga der polnischen UNESCO-Städte und -Stätten gegründet.
Krakau ist der beste Ausgangspunkt: In Tagesausflugsweite liegen Wieliczka und Bochnia, Kalwaria Zebrzydowska, Auschwitz-Birkenau in Oświęcim, die Holzkirchen von Dębno, Lipnica Murowana, Binarowa und Sękowa sowie die Cerkiew-Kirchen (ostkirchliche Holzkirchen) in Kwiatoń, Owczary und Powroźnik. Im Südwesten lassen sich Jahrhunderthalle, die Friedenskirchen in Świdnica und Jawor und das Bergwerk von Tarnowskie Góry verbinden. Im Norden warten Toruń, Malbork und Gdynia, im Osten Zamość und der Białowieża-Urwald.
Achten Sie an den Stätten auf Tafeln mit dem Welterbe-Emblem – in Wieliczka steht am Ausgang des Bergwerks ein Stein mit dem Eintragungsdatum 1978, und eine Gedenktafel erinnert an die erste Liste. Öffnungszeiten und Tickets prüfen Sie am besten auf den Websites der einzelnen Stätten; bei den meistbesuchten Orten wie den Salzbergwerken oder Auschwitz-Birkenau sollten Sie die Verfügbarkeit in der Hauptsaison frühzeitig prüfen.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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