Technikdenkmäler
Auf dem ehemaligen Grubenfeld Piast der alten Steinkohlengrube Nowa Ruda betreibt heute die Unterirdische Touristenroute ihr Museum für Bergbau (ul. Obozowa 4). Die Zeche arbeitete bis 2000, und ihre Strecken sind für Besucher als Führung erschlossen, auf der eine unterirdische Grubenbahn verkehrt — einmalig in Polen und Europa, denn mit denselben Wagen fuhren die Bergleute früher zu den Abbaustellen.
Die Führung beginnt im Bergbaumuseum, in dem vier Säle Exponate aus allen Bereichen des unterirdischen Bergbaus zeigen: Maschinen, Sicherheitsausrüstung, Sprengladungen und Fluchtgeräte. Auch der originale Fahrdienstleiterraum — einst die Schaltzentrale der gesamten Zeche — ist zugänglich. Über Tage sehen Sie historische Öfen und Schachtürme; dies ist eine der wenigen Industrieanlagen des 19. Jahrhunderts, die in so gutem Zustand erhalten sind.
Die Route zeigt die Arbeitsbedingungen der Bergleute und die Methoden der Streckensicherung — die Strecken waren manchmal nicht höher als 1 m, bei hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die Grubenbahn bringt Sie zu einem heute verfüllten Schacht, mit dem die Bergleute früher in tiefere Sohlen fuhren; das Bild am Eingang des Schachtes wirkt sehr realistisch. Die größte Besonderheit sind versteinerte Baumstämme von 250 Millionen Jahren — die hier vorkommende versteinerte Araukarie ist weltweit eine Rarität. Nach der Bergbautradition wacht der Berggeist Skarbnik über die Zeche.
Besichtigung täglich 9:00–16:00 Uhr, Ticket 16 PLN (normal) / 13 PLN (ermäßigt).
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