Natur
Radków, Niederschlesien
An einigen Sandsteintürmen der Radkower Felsen sind noch heute Inschriften zu sehen, die der Schlesische Forstverein in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einmeißeln ließ – Spuren aus der Zeit, als diese Felswände Wünschelburger Lehne hießen. Die Felsmauer ragt fast senkrecht bis zu 100 Meter auf, die einzelnen Felsen trennen steile Rinnen, Labyrinthe, Tunnel und tiefe Spalten. Es ist ein rauer, weniger überlaufener Winkel des Heuscheuergebirges südlich von Radków auf etwa 600–700 m Höhe.
Die Radkower Felsen bestehen aus oberkreidezeitlichem Quadersandstein, der auf wasserundurchlässigem Mergel liegt. Diese Schichtung erklärt ihr Aussehen: An Quellen entlang der Grenze beider Gesteine spülte Wasser verwittertes Material aus, die Sandsteinplatte riss senkrecht, sackte ab und zerbrach in Blockrutschungen. Über rund 70 Millionen Jahre formten wechselndes Klima, ein Netz tektonischer Klüfte und das unterschiedliche Bindemittel des Gesteins daraus Türme, Pfeiler und bizarre Formen.
Am einfachsten erreichen Sie die Felsen über die Straße der Hundert Kurven (Szosa Stu Zakrętów), die von Radków über Karłów nach Kudowa-Zdrój am Fuß der Felsen entlangführt – an der Strecke liegt der Parkplatz „Radkowskie Skały“. Aus Radków kommt der blaue Wanderweg hierher, vom Parkplatz führt der rote Weg weiter zu den Felspilzen (Skalne Grzyby); auf beiden Abschnitten sind Hunde erlaubt, im Nationalpark sonst nur auf ausgewählten Wegen. Der Eintritt in den Park ist frei, einige Wege der Umgebung werden jedoch aus Sicherheitsgründen zeitweise gesperrt – prüfen Sie vorher die Hinweise des Parks. Oberhalb der Abbrüche verläuft der Weg Droga nad Urwiskiem, von dem Pfade zu den Felsen abzweigen.
Eintritt frei
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