Nationalparks
Das einzige Tafelgebirge Polens und eines der wenigen in Europa: eine Sandsteinplatte mit flachen Gipfelplateaus und Felsenlabyrinthen, seit dem 16. September 1993 als Nationalpark geschützt — einer von 23 im Land. Die höchsten Erhebungen sind der Szczeliniec Wielki (919 m ü. M.) und der Skalniak (915 m), und die Grate sind von tiefen Spalten und Felsblöcken durchzogen, wie sie in Polen sonst nirgends zu finden sind.
In der Oberkreide, vor etwa 100 Millionen Jahren, waren die heutigen Berge der Grund eines Meeres. Flüsse spülten Sand heran, aus dem fast horizontal lagernder, klüftiger Sandstein entstand. Dutzende Millionen Jahre der Erosion schnitten aus dieser Platte die Plateaus, engen Spalten und bizarren Einzelfelsen heraus — der Effekt ist auf Schritt und Tritt sichtbar.
Ein Labyrinth in den Fels gehauener Stufen führt auf den Gipfel des Szczeliniec Wielki mit Weitblick über die gesamte Glatzer Landchaft. Die Błędne Skały (Irrsteine) sind ein Pfad, der zwischen Sandsteinwänden hindurchführt — in manchen Passagen müssen Sie sich seitlich durchquetschen. Die Landschaft diente den Machern von "Die Chroniken von Narnia" als Inspiration — das glaubt man besonders dann, wenn Nebel zwischen den Felsen liegt.
Der Park liegt nahe der tschechischen Grenze am nordwestlichen Rand der Glatzer Landchaft; seine tschechische Fortsetzung ist das Broumovská vrchovina. Die bequemsten Ausgangspunkte sind die Kurorte der Pufferzone: Kudowa-Zdrój (Bad Kudowa), Duszniki-Zdrój (Bad Reinerz) und Polanica-Zdrój (Bad Polzin). Die Wege zum Szczeliniec und zu den Irrsteinen sind technisch leicht, doch die Labyrinthe bieten reichlich Nervenkitzel — planen Sie mehrere Stunden für beide Reservate ein und kommen Sie in der Hochsaison früh, vor den Ausflugsgruppen.
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