Natur
Ogrodzieniec, Schlesien
Auf dem Gipfel der Straszykowa Góra (485 m) ragen weiße Kalksteintürme über die Kiefernwipfel, mit Namen, die ihnen Kletterer gegeben haben: Felin, Fircyk, Skrzynia, Weselna, Dupinek, Kominowa und Skała pod Słupem. Das sind die Straszykowe-Felsen – eine der Felsgruppen der Ryczówer Felsenregion im Polnischen Jura, wenige Kilometer von der Burg Ogrodzieniec entfernt. Der Hügel birgt zudem mehrere Höhlen, darunter eine mit einem riesigen rechteckigen Eingang über dem Grund einer Schlucht.
Die Straszykowa Góra erhebt sich südöstlich des Dorfes Ryczów in der Gemeinde Ogrodzieniec. Sie gehört zur Mikroregion Ryczówer Hochland, einem Teil des Tschenstochauer Hochlands. Sie ist mit Kiefernwald und kleinen Lichtungen bedeckt, die Felsen bestehen aus hartem Felskalk. Die Osthänge fallen in die Ruska-Schlucht ab, auf deren anderer Seite die Ruska Góra aufragt; manche Quellen fassen beide Hänge als ein Massiv auf. Ryczów selbst ist ein altes Dorf, erstmals 1388 erwähnt, das sich rund 2 km entlang zweier paralleler Straßen zieht.
Im Massiv liegen u. a. die Höhlen Jaskinia Ładna und Jaskinia z Kominem, der Felsüberhang Okap w Straszykowej sowie mehrere kleinere Felsnischen. Am bekanntesten ist die Höhle in der Straszykowa Góra: Hinter einem großen rechteckigen Eingang steigt die Halle leicht an, rechts führt eine kleine Öffnung auf ein Felsband über dem Talgrund mit schöner Aussicht. Dieser Teil ist vom Tageslicht erhellt; weiter hinten, nach einer niedrigen Engstelle, folgt ein mehrere Dutzend Meter langer, stark gewundener Gang. Angesichts der Größe des Eingangs war die Höhle den Einheimischen wohl seit Langem bekannt. Wichtig: Laut dem regionalen Tourismusportal ist für das Betreten der Höhle eine Genehmigung der Regionalen Umweltschutzdirektion erforderlich.
Von Ryczów folgen Sie dem gelben Wanderweg Richtung Straszykowa Góra; zur Höhle gelangen Sie, indem Sie durch die Schlucht zu einem kleinen Felsen mit markantem Überhang absteigen – der Eingang liegt dahinter, einige Meter über dem Grund. Für Gipfel und Schlucht sollten Sie 1,5–2 Stunden einplanen; der Boden ist sandig und steinig, für Rollstühle und Kinderwagen ungeeignet. Das Klettern überlassen Sie besser Erfahrenen mit Ausrüstung, und die Höhle betreten Sie nicht ohne die nötige Genehmigung. Mit der Burg Ogrodzieniec lassen sich die Felsen gut an einem Tag verbinden.
Eintritt frei
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