Museen
Russów, Großpolen
Das Freilichtmuseum in Russów umfasst sechs Holzbauten aus dem Kalischer Land, verteilt im 4 Hektar großen Park rund um das Gutshaus von Maria Dąbrowska. Das wertvollste Stück ist der „Sołek“ – ein Speicher aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der der Familie Witczak gehörte, die die Schriftstellerin gut kannte und der sie die Erzählung „Królewskie korale“ (Die königlichen Korallen) widmete. Die Anlage entstand 1988–1998 und wird vom Bezirksmuseum des Kalischer Landes betrieben.
Der ethnografische Park entstand als Ergänzung zum Literaturmuseum im Gutshaus. Das Museum wollte die dörfliche Welt zeigen, die Dąbrowska aus ihrer Kindheit kannte und in „Nächte und Tage“ sowie in den Erzählungen „Ludzie stamtąd“ beschrieb. Die Gebäude wurden aus Dörfern rund um Kalisz hierher versetzt; eine Ausnahme ist der „Sołek“, der aus Russów selbst stammt. Als letztes Gebäude kam 1998 der Gutsspeicher in den Park.
Drei Gebäude bilden zusammen ein Bauerngehöft vom Ende des 19. Jahrhunderts:
Daneben stehen drei weitere Baudenkmäler:
Das Gutshaus inmitten dieser Bauten gehörte nie der Familie Szumski – der Vater der Schriftstellerin war hier Gutsverwalter. Nach dem Krieg verfiel das Haus, und der Park verwilderte; seinen Landschaftscharakter erhielt er erst ab Ende der 1980er-Jahre zurück, parallel zum Aufbau des Freilichtmuseums. Das Gehöft ist also kein erfundenes „Dorf“, sondern eine Gruppe von Gebäuden aus der Umgebung, die die von Dąbrowska beschriebene Welt zeigen.
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