Kirchen & Klöster
Die St.-Florian-Kirche in Jedlec ist ein wertvolles Beispiel spätbarocker Holzarchitektur in Großpolen. Die heutige Kirche entstand 1745–1753 aus der Stiftung von Mikołaj Chlebowski und seiner Frau Anna in einer für die Region seltenen Fachwerkkonstruktion, volkstümlich Preußische Wand genannt.
Die Gefache zwischen den Holzbalken wurden mit Ziegeln und Lehm gefüllt und anschließend verputzt. Zusammen mit Ziegeldach, dunklem Turm und Helm ergibt sich eine charakteristische Ansicht. Die Kirche ist als Saalbau ohne stark abgetrennten Chor angelegt; im Norden steht eine gemauerte Sakristei, im Süden eine Vorhalle. Wahrscheinlich wurde sie am 10. Oktober 1802 von Bischof Michał Kosmowski konsekriert.
Das Innere bewahrt eine einheitliche Ausstattung aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sehenswert sind der Hochaltar mit einem Bild der Unbefleckten Empfängnis, zwei Seitenaltäre, Kanzel, Weihwasserbecken und ein Taufstein in Form des Paradiesbaums. Ein kleiner Reliquienschrein enthält Reliquien des heiligen Florian, die am 6. Mai 2007 aus Krakau gebracht wurden. Im Hochaltar befinden sich außerdem Reliquien der heiligen Viktoria.
Die Kirche steht in Jedlec 59 in der Gemeinde Gołuchów. Sie ist eine aktive Pfarrkirche; vor dem Besuch aktuelle Gottesdienstzeiten prüfen und einen ruhigen Besichtigungstermin bestätigen. Am Kirchentor fällt eine Gedenktafel zur Entsatzschlacht von Wien aus dem Jahr 1883 auf. Für den Besuch 30–45 Minuten einplanen.
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