Kirchen & Klöster
In Ołobok an der Prosna, 17 km östlich von Ostrów Wielkopolski, ist eines der ältesten Klosterdenkmäler Großpolens erhalten. Die Stiftung von 1211 geht auf Herzog Władysław Odonic zurück, zwei Jahre später weihte der Gnesener Erzbischof Henryk Kietlicz die Kirche und holte die ersten zwölf Schwestern mit ihrer Äbtissin aus Trzebnica. Zwar wird die Anlage häufig Zisterzienserabtei genannt, gelebt haben hier jedoch Zisterzienserinnen.
Heute vertritt die Pfarrkirche St. Johannes Evangelist die ehemalige Klosterkirche, errichtet an der Stelle der gotischen Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Sie bewahrt originale gotische Elemente — darunter der berühmte Thron der Äbtissin, eine Erinnerung daran, dass hier jahrhundertelang Nonnen herrschten. Das Patrozinium lautete Johannes Evangelist und Allerheiligste Jungfrau Maria.
Die Klostergüter wurden 1796 nach den Teilungen konfisziert, die Gemeinschaft 1837 aufgelöst — dennoch wohnten die Schwestern bis 1864 im Kloster, als die Letzte von ihnen starb. Ende des 19. Jahrhunderts trug man die Klostergebäude ab; der Ziegel diente u. a. beim Bau einer Kirche in Chełmce bei Kalisz. Erhalten blieb nur ein Fragment des Kreuzgangflügels.
Vor Ort warten drei Objekte: die postzisterziensische Pfarrkirche, der Kreuzgangrest und die hölzerne Friedhofskirche St. Johannes der Täufer aus dem 16. Jahrhundert, errichtet durch die Bemühungen der Schwestern. Abrunden lässt sich der Besuch mit einem Spaziergang an der Prosna — das Dorf liegt nahe den Mündungen von Ołobok und Gniła Barycza.
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