Paläste
An der Straße S11, wenige Kilometer östlich von Jarocin, steht der neubarocke Palast von 1899. Entworfen hat ihn der in Gross Lichterfelde bei Berlin geborene Architekt Ludwik Otte; erbaut wurde er als Familiensitz für Willy Dülong, den damaligen Besitzer des Gutes.
Die Geschichte des Dorfes reicht bis ins 14. Jahrhundert, als Witaszyce zum Besitz der Posener Bischöfe gehörten; später fiel das Gut an großpolnische Magnaten, in der Teilungszeit an deutsche Eigentümer — die letzten waren die Familie von Ohnesorge und durch Heirat Graf Konrad Bniński. Im 20. Jahrhundert beherbergte der Palast eine Außenstelle des Instituts für Naturfasern und eine Zweigstelle der Jarociner Bibliothek; heute befindet sich das Objekt in Privatbesitz und beherbergt ein Hotel mit Restaurant, die einst prunkvollen Ballsäle dienen als Tagungsräume.
Der Palast wurde auf rechteckigem Grundriss errichtet und mit einem Walmdach gedeckt. An der Vorderseite springt ein Portikus mit vier dorischen Säulen vor, der einen Balkon mit Balustrade trägt; darüber ein Risalit mit einem Giebel, der das Wappen des Eigentümers — Ohnesorge — zeigt.
Im Ostteil des Parks steht das spätbarocke Herrenhaus von Franciszek Gorzeński. Heute beherbergt es zwei ungewöhnliche Sammlungen: das Museum der Napoleonischen Kriege mit über 10.000 Zinnfiguren, Dioramen der Schlachten von Raszyn (2.000 Figuren) und Waterloo (4.000) sowie der Totenmaske Napoleons, und das Star-Wars-Museum mit rund 1.000 Exponaten, darunter Figuren im Maßstab 1:1.
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