Kirchen & Klöster
Koźmin Wielkopolski, Großpolen
Die Pfarrkirche Mariä und St. Laurentius in der ul. Kościelna in Koźmin Wielkopolski (Koschmin) gehört zu den am reichsten ausgestatteten Kirchen im südlichen Großpolen. Ihr gotischer Kern aus dem 15. Jahrhundert erhielt im 17. Jahrhundert ein barockes Gewand, im Inneren finden sich Werke von der Spätgotik bis zum Rokoko. Das kostbarste ist die spätgotische Szene des Marientodes im Hochaltar.
Die Pfarrei wurde 1318 gegründet. Die heutige Backsteinkirche ließ in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts Hińcza von Rogów errichten, damals Besitzer der Stadt – das Denkmalverzeichnis von Koźmin nennt das Jahr 1462. Anfang des 17. Jahrhunderts kam eine quadratische Kapelle der Familie Przyjemski am Chor hinzu. 1670–1677 wurde die Kirche grundlegend barockisiert: Man fügte Seitenschiffe und einen Turm an und zog neue Gewölbe ein, auf denen Stuckdekor des sogenannten Lublin-Kalisch-Typs erhalten ist.
Im 16. Jahrhundert gehörte die Stadt dem Geschlecht Górka, im 17. Jahrhundert war sie ein bekanntes Zentrum der Reformation – 1561 eröffneten die Böhmischen Brüder hier eine Druckerei. Aus dieser Zeit stammt auch das Grabmal von Andrzej Górka und seiner Frau Barbara geb. Herburt.
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