Kirchen & Klöster
Am Kleinen Ring von Krotoszyn steht die spätbarocke Kirche der heiligen Apostel Petrus und Paulus — eine ehemalige Trinitarierkirche, erbaut 1767–1774. Die Stifterin war die Hetmanning Ludwika geborene Mniszek-Potocka, den Entwurf lieferte Karol Frantz. Das zweijochige Schiff schließt der Chor mit runder Apsis ab.
Das barocke Innere birgt eine Besonderheit: eine Kanzel in Form eines Bootes, samt Segel und Netzen. Am Hochaltar hängt das Bild des Christus, Ecce Homo, das von den Trinitariern verehrt wurde — ein Orden, der sich um Gefangene und Sklaven kümmerte. Im Chor zeigen sich die Wappen der Familien Potocki und Mniszech zum Andenken an die Stifter.
Im Seitenaltar wird das Bild der Gottesmutter verehrt, das als Krotoszyner Pani bekannte Gnadenbild, bewahrt aus der ursprünglichen Holzkirche; gegenüber steht ein Altar des gekreuzigten Christus. Neben der Kirche erhebt sich der barocke Klosterbau, in dem heute das Regionalmuseum untergebracht ist — beide lassen sich bei einem Besuch verbinden.
Die Kirche steht in der Klasztorna-Straße 3, direkt am Kleinen Ring, wenige Schritte vom großen Marktplatz. Für das Innere genügt eine Viertelstunde. Anschließend lohnt sich ein Bummel über den Krotoszyner Ring; Radfahrer schätzen die Nähe des Bartschtales und des Bunten Karpfenwegs, die in etwa zwanzig Kilometern Entfernung beginnen.
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