Museen
Wenige Schritte vom Schlosshügel in Dobczyce stehen zwischen alten Bäumen der Altstadt sechs Holzbauten des Freilichtmuseums des hölzernen Volksbauens. Es ist die ethnografische Abteilung des Regionalmuseums PTTK und eine Station des Holzarchitekturpfads in Kleinpolen, die zeigt, wie das alltägliche Leben der Bewohner einer früheren Kleinstadt aussah.
Die größte Überraschung verbirgt das mit Schindeln gedeckte Leichenhaus: Im Inneren ist der frühere Trauerritus nachgestellt — Leichenwagen, ein Katafalk mit Leuchtern, schwarze liturgische Gewänder und Fahnen, an den Wänden Bilder von Friedhöfen und Texte von Trauerliedern. Daneben stehen zwei Remisen, eine große und eine kleine, mit alten Wagen und Schlitten, sowie ein Hühnerstall von 1890 mit historischem Wirtschaftsgerät. Die Getreidespeicher von 1863 beherbergt eine nachgebaute Schmiede.
Herz des Freilichtmuseums ist die Herberge von 1830. In ihren Räumen steht eine Krippenbühne mit beweglichen Figuren, es hängen Jagdtrophäen, und in den Ecken finden sich eine Alkovenstube, eine Küche mit Haushaltsgerät und eine Zunftstube mit Handwerkszeug. Die Sammlung ist das Ergebnis der Arbeit von Władysław Kowalski, des ersten Kustoden des Museums, sowie von Spendern aus Dobczyce und Umgebung.
Das Freilichtmuseum liegt an der ul. Stare Miasto in Dobczyce, unterhalb des Schlosses, das über die Staumauer des Dobczycer Sees wacht. Besichtigung ist zu den Öffnungszeiten des Museums möglich: Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00, montags geschlossen. Der Besuch dauert etwa eine Stunde und lässt sich gut mit der Schlossbesichtigung und einem Spaziergang an der Raba verbinden.
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