Festungen
Über der Raba in Dobczyce, auf dem Hügel der ehemaligen Königsstadt, haben sich Reste der mittelalterlichen Stadtmauer erhalten. Nach der Sicherung im 20. Jahrhundert und der Konservierung zu Beginn des 21. Jahrhunderts dienen sie heute als gepflegter Spazierweg Richtung der Ruinen der Königburg.
Die Befestigungen entstanden im 14. und 15. Jahrhundert. Sie bildeten ein unregelmäßiges Rechteck von insgesamt rund 700 Metern Länge bei einer Dicke von 1,5 m. Die Krone trug Zinnen und Schießscharten, entlang der Mauer lief ein Wachgang; Schlüsselloch-Schießscharten erlaubten das Schießen unter Deckung. Bis zur Schwedischen Sintflut verteidigten sie die Königsstadt wirksam, als die Artillerie sie schwer beschädigte.
Nach der Sintflut verlagerte sich die Bebauung Dobczycs vom Altstadthügel ins Tal, und die Mauerreste dienten als Baumaterial. Erst im 20. Jahrhundert sicherte man die erhaltenen Fragmente, zu Beginn des 21. Jahrhunderts folgten Konservierungsarbeiten und eine Teilrekonstruktion. Das Ergebnis ist seit 2013 zu sehen: der Torturm mit Aussichtsplattform, ein Abschnitt der Ostmauer und das Relikt des Stadttors stehen wieder, und die Umgebung der Befestigung wurde rekultiviert.
Eingang von der Kazimierza-Wielkiego-Straße; daneben beginnt der Weg zu den Burgruinen, dem Hauptdenkmal der Stadt. Der Spaziergang verbindet beide Punkte zu einer einzigen Aussichtsrunde über der Raba.
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