Kirchen & Klöster
Gegenüber dem Salzburger Schloss (Zamek Żupny) in Wieliczka steht die Klemenskirche — die Pfarrkirche, deren Geschichte so alt ist wie der hiesige Bergbau. Die erste Erwähnung der Pfarrkirche stammt aus der Bulle Gregors IX. von 1229, und ihr Patron gilt als erster Patron der Bergleute.
Die ursprüngliche Kirche war vermutlich hölzern. Die gotische Steinkirche errichteten die Bürger in den Jahren 1333–1370; sie überstand bis 1782, als sie durch ein Erdbeben schwer beschädigt wurde — die unterirdischen Salzstollen machten sich bemerkbar. 1786 wurde der mittelalterliche Bau bis auf die Grundmauern abgetragen; die heutige Kirche entstand Anfang des 19. Jahrhunderts auf den alten Umfassungsmauern.
Vom alten Ensemble blieben die Presbyteriumsmauern mit Strebepfeilern, die Grablegekapelle der Morstin aus dem 17. Jahrhundert mit Stuckarbeiten des italienischen Künstlers Balthasar Fontana von 1693 sowie der freistehende Glockenturm, gestiftet von Jan III. Sobieski nach dem Sieg über die Türken.
Die heutige Kirche ist dreischiffig und vierjochig, 55 Meter lang; das Innere schmücken zahlreiche Altäre und Gemälde, über dem Presbyterium hängt eine kleine Signalglocke. Die Kirche ist täglich 6:00–19:00 geöffnet und steht in der Zamkowa-Straße 7, nur 300 m vom Salzbergwerk entfernt. Sehen Sie sie vor oder nach der Fahrt unter Tage — zusammen mit dem Gradierwerk (500 m) und einem Bummel über den Markt.
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