Paläste
Das spätbarocke Palais am Mieczysław-Skulimowski-Platz ist eines der interessantesten Denkmäler von Wieliczka — heute Sitz der malopolnisch-heiligkreuzer Abteilung des Instituts für Nationales Gedenken, dessen Mauern Spuren von mehr als zwei Jahrhunderten bewegter Geschichte tragen. Die Residenz wurde in den achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts für die Brüder Konopka errichtet.
Die Konopkas verkauften das Palais an die österreichischen Behörden, die darin Wohnungen für die Familien der Salzbeamten einrichteten, welche das große Salzbergwerk leiteten. Einer der Bewohner war Feliks Piestrak, Leiter der Bergbauschule in Wieliczka in den Jahren 1909–1912 und 1918–1924. Mitte des 20. Jahrhunderts war hier die Städtische Bibliothek untergebracht, doch das Gebäude verfiel; die dunklen Keller rankten sich in Legenden ein und waren Ziel geheimer Ausflüge von Schülern der nahen Schule.
Nach der Systemwende wurde das Palais über Jahre hinweg grundlegend saniert, bis das restaurierte Gebäude an das Institut für Nationales Gedenken überging. Am 13. August 2010 wurde an der Fassade eine Tafel zu Ehren des Institutspräsidenten Janusz Kurtyka enthüllt, der bei der Katastrophe von Smolensk ums Leben kam; gestiftet wurde sie vom Verband NZS 1980.
Das Palais steht im Zentrum von Wieliczka, direkt an der Straße aus Krakau: 300 Meter weiter liegt die Sole-Saline graduieranlage, 700 Meter das historische UNESCO-Salzbergwerk. Zum Krakauer Marktplatz mit dem Wawel sind es kaum 12 Kilometer, daher lässt sich der Besuch gut mit der Besichtigung der Salzstadt verbinden.
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