Märkte & Altstädte
Der Marktplatz von Tarnau wurde bei der Stadtgründung 1330 abgesteckt, und die umliegenden Bürgerhäuser, erbaut vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, machen ihn zu einem der schönsten Renaissance-Ensembleplätze Polens. Von jeder Ecke gehen zwei Straßen ab — das Vorbild mittelalterlicher Stadtplanik ist hier voll erhalten.
Die Mitte des Platzes nimmt das Renaissance-Rathaus ein, erstmals 1448 als gotischer Bau erwähnt. Seine heutige Gestalt erhielt es Ende des 16. Jahrhunderts unter Hetman Jan Amor Tarnowski. Der Hauptbau ist rund 18 Meter hoch, der nördliche Turm 30 Meter. Die unverputzte Attika ist mit Blindfenstern, steinernen Fialen und 14 Maskaronen geschmückt, und der Turm trägt das Wappen der Sanguszko, der letzten Besitzer von Tarnau, sowie einen der ältesten Gewichtsuhrmechanismen Polens. Seit 1931 beherbergt das Rathaus ein Museum; heute ist es die Galerie Alter Kunst mit der Pöbelstube und einem Aussichtsterm auf dem Turm.
Die Häuser wurden zunächst aus Holz gebaut; gemauerte kamen im 15. Jahrhundert auf, und im 16. Jahrhundert, unter Tarnowski, baute man sie zu Laubenhäusern um. Unter den Nummern 20 und 21 arbeitet das Bezirksmuseum. An der Wałowa-Straße, direkt neben dem Platz, steht das Józef-Bem-Denkmal, enthüllt 1983 — der Held zweier Nationen wurde in Tarnau geboren.
Der Platz ist rund um die Uhr zugänglich. Der Besuch des Turms und der Galerie lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die Altstadtgassen verbinden.
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