Märkte & Altstädte
Stary Sącz zählt zu den ältesten Städten Polens — das Stadtrecht erhielt er im 13. Jahrhundert, an der Bernsteinstraße gelegen. Der Marktplatz hat den Grundriss aus der Gründungszeit nach Magdeburger Recht bewahrt: Von jeder Ecke gehen zwei Straßen ab, genau wie bei der Stadtgründung geplant.
Das markanteste Merkmal des Platzes ist das Pflaster aus natürlichen Granit-Kieseln, die die Dunajec aus der Tatra herabführte. Das Pflastern des ersten Marktes dauerte 11 Jahre. Ursprünglich standen 25 Häuser um den Platz; 22 davon haben sich im ursprünglichen Grundriss erhalten — einer der vollständigsten mittelalterlichen Kleinstadtgrundrisse Kleinpolens.
In der Mitte des Platzes stand einst das Rathaus, 1795 abgebrannt und nie wiederaufgebaut; seine Rekonstruktion steht heute im Freilichtmuseum Galizischer Marktflecken in Nowy Sącz. Den Charakter des Platzes prägen stattdessen die Laubenhäuser — die Lauben schützten Händler und Käufer während der berühmten Jahrmärkte. In einem der Häuser, dem Dom na Dołkach, arbeitet das Regionalmuseum.
Ein kurzer Spaziergang vom Platz führt zum Klarissenkloster, gestiftet von der heiligen Kinga 1280 und bis heute aktiv. Der Platz ist rund um die Uhr frei zugänglich; Parken ist in den Seitenstraßen möglich. Kommen Sie am Vormittag, wenn das Pflaster leer ist, und essen Sie in einem der Laubenhäuser.
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